19-Jähriger stürzt in den Tod: Rekord-Einsätze am Berg
Aktuelle Stunde . 23.05.2026. 32:03 Min.. Verfügbar bis 23.05.2028. WDR. Von Marius-Antonius Brüning.
Eigentlich wollten sich die beiden Freunde laut Polizei Tirol den Sonnenuntergang beim Hochklettern anschauen und nach dem Erreichen des Gipfels auch den Sonnenaufgang. Den wollten sie über den Klettersteig "Stopselzieher" erreichen.
Schlecht ausgerüstet für Stopselzieher
Das Problem: Sie waren nicht für dieses Terrain ausgerüstet. Lediglich mit Wanderschuhen, Stirnlampen und leichten Steigeisen, sogenannten Grödeln, bestiegen sie den Klettersteig.
Auf halber Strecke
Die Männer sind laut Polizei von der Talstation der Zugspitzbahn in Ehrwald gestartet. Mitten in der Nacht, auf halber Strecke, mussten die beiden Männer dann wohl ein Schneefeld überqueren.
Der 19-jährige Deutsche ging voran und rutschte aus. Er stürzte daraufhin etwa 250 Meter steile Felsen hinab. Dabei zog er sich tödliche Verletzungen zu. Sein ebenfalls 19 Jahre alter ukrainischer Begleiter setzte sofort den Notruf ab.
Bergung der Leiche
Die Bergrettung Ehrwald konnte den Überlebenden mit dem Team eines Notarzthubschraubers aus Lichtenstein unverletzt bergen. Ein Mitglied der Alpinpolizei Tirol und der Bergrettung Ehrwald bargen die Leiche des verunglückten Paderborners und brachten sie ins Tal. Die Angehörigen wurden ebenfalls informiert.
Richtige Ausrüstung überlebenswichtig
Ein Sprecher der Polizei Tirol betont, wie wichtig es ist, sich nicht selbst zu überschätzen. Es sei unverzichtbar, für solch ein Terrain passend ausgerüstet zu sein. Eine solche Tour müsse im Vorhinein genau geplant werden, in Einklang mit den eigenen Fähigkeiten.
Unsere Quellen:
- Polizei Tirol
Sendung: WDR 2, WDR Aktuell, 23.05.2026, 12:00 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 23.05.2026, 18:45 Uhr