Neuer Supercomputer für Uni Paderborn
00:37 Min.. Verfügbar bis 11.11.2027.
Die Universität Paderborn hat ihren neuen Supercomputer Otus eingeweiht. Aus ganz Deutschland sind Interessierte und Forschende angereist, denn Otus könnte auch ihnen bald bei ihrer Forschung helfen. Gebaut hat ihn das Paderborn Center for Parallel Computing in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Lenovo. Dafür haben Bund und das Land NRW insgesamt 14 Millionen Euro bereitgestellt.
"Die Anwendungen sind in Naturwissenschaften und Technik nahezu grenzenlos!" Prof. Dr. Christian Plessl - Leiter des "Paderborn Center for Parallel Computing"
Forschung wird günstiger
Otus soll Forschenden in ganz Deutschland bei ihrer Arbeit helfen. Mit einer Leistung von rund 15.000 durchschnittlichen Computern kann er hunderte Berechnungen auf ein Mal durchführen. Darüber hinaus kann er auch selbst Experimente simulieren, zum Beispiel die Leistung von Solarzellen oder das Verhalten von Chemikalien, erklärt Prof. Plessl. Damit wird die Forschung nicht nur schneller, sondern auch günstiger.
Otus ist CO2-neutral
Mit seiner enormen Leistung verbraucht Otus eine große Menge an Energie. Damit er aber nicht der Umwelt zur Last fällt, läuft er zu 100% mit erneuerbaren Energien. Außerdem wird die erzeugte Hitze in die umliegenden Gebäude weitergeleitet. Damit ist er einer der effizientesten Supercomputer weltweit.
Das System ist etwa 15.000-mal leistungsfähiger als ein typischer Privatrechner.
Ein Supercomputer für ganz Deutschland
Mit seiner enormen Leistung stellt die Universität Paderborn den Supercomputer für die gesamte deutsche Forschung bereit. Forschende können sich bei der Universität Paderborn anmelden und Ihre Experimente und Simulationen automatisch durchführen lassen. Durch eine besondere Warteschlangen-Technik gebe es fast keinen Leerlauf zwischen den einzelnen Simulationen.
Damit könne Otus rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr beschäftigt werden, sagt Prof. Plessl. Von der Informatik über Physik und Chemie bis hin zur reinen Mathematik kann er eine Vielzahl an Forschungsbereichen abdecken. Der Computer hilft also nicht nur der Universität Paderborn, sondern der gesamten Deutschen Forschung.
Unsere Quellen:
- Paderborn Center for Parallel Computing
- Reporter vor Ort