Campus-Festival in Paderborn ist Vorreiter für Experiment
Lokalzeit OWL. 05.06.2025. 04:06 Min.. Verfügbar bis 05.06.2027. WDR.
Das Festival in Paderborn ist eines der größten Campus-Festivals in Deutschland. Es lockt jedes Jahr rund 14.000 Besucherinnen und Besucher an und die sorgen nicht nur für gute Stimmung. Sie produzieren auch ordentlich Müll und Emissionen. Wie man das reduzieren kann, das soll in diesem Jahr das Pilotprojekt "NachhaltigkeitsKulturOWL“ herausfinden.
Ökologische Verantwortung auf Festivals
Auf dem AStA-Sommerfestival will das Forschungsteam erste Erkenntnisse aus der Praxis sammeln. Es geht darum, das Gelände sauber zu halten, aber auch die Festivalgäste auf Umweltthemen aufmerksam zu machen: "Wir möchten zeigen, dass kulturelle Outdoor-Veranstaltungen nicht im Widerspruch zu ökologischer Verantwortung stehen müssen“, sagt Prof. Dr. Beate Flath, die das Projekt leitet.
Konkrete Maßnahmen: Taschenaschenbecher
Regionale Akteure unterstützen die Forschung und sind daran interessiert, Maßnahmen und Strategien zu entwickeln, um Veranstaltungen nachhaltiger und zukunftsfähiger zu machen.
Mit den Pilotmaßnahmen für ausgewählte Veranstaltungen wollen wir Wege aufzeigen, wie Nachhaltigkeit mit Kreativität, Praxisnähe und wissenschaftlicher Fundierung Hand in Hand gehen kann. Prof. Dr. Beate Flath, Projektleiterin des Forschungsteams
Die Taschenascher sind aus recyceltem PET
Konkret geht es zum Beispiel um Taschenaschenbecher gegen Zigarettenstummel auf der Festival-Wiese. So könne jeder Einzelne etwas zur Nachhaltigkeit beitragen, sagt das Forschungsteam. Es verteilt die Taschenaschenbecher, damit nicht Unmengen von ausgetretenen Kippen das Festivalgelände verschmutzen.
Besucherin Karina ist begeistert: "Das ist so toll. Weil ich weiß immer nicht, wohin mit meinen Kippen." Die Taschenaschenbecher sind aus recyceltem PET und sollen gerne mehrfach benutzt werden.
Ein weiterer wichtiger Punkt für das Team: etwa die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, um Emissionen zu verringern.
Weitere OWL-Veranstaltungen im Blick
Die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Katharina Schmecht und Alyssia Schröder merken, dass viele Menschen auf sie zu kommen
Das AStA-Sommerfestival ist allerdings nur das erste Festival der Forschungsreihe in OWL. Weiter geht es dann mit dem Orange Blossom Special in Beverungen und dem Carnival der Kulturen in Bielefeld. Dort dann allerdings mit einem Fokus auf der An- und Abreise der Besucher.
Insgesamt soll das Projekt drei Jahre dauern. Geld gibt es dafür aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Nordrhein-Westfalen – rund 320.000 Euro.
Unsere Quellen:
- WDR-Reporterin vor Ort
- Universität Paderborn
