Neuartiger Artillerieverband der Bundeswehr in Augustdorf
01:24 Min.. Verfügbar bis 07.10.2027.
Mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine hat sich die sicherheitspolitische Lage in Europa verändert und die Bundeswehr ist im Umbruch - auch in Augustdorf. Die Panzerbrigade 21 "Lipperland" hat heute einen neuen Artillerieverband aufgestellt.
Hochmoderne Technik
Modernste Technik: die neuen Radhaubitzen
Es ist der erste Verband des Deutschen Heeres dieser Art mit hochmoderner Technik. Gefechtsfahrzeuge auf Rädern, sogenannte Radhaubitzen, und unbemannte bewaffnete Drohnen ermöglichen schnelles Handeln aus der Entfernung. Die Geschosse haben eine Reichweite von bis zu 40 Kilometern.
Brigadegeneral Marco Eggert sagt: "Mit den hochmobilen Radhaubitzen und modernen unbemannten Wirkmitteln erhält die Brigade die Fähigkeit, Ziele tief im feindlichen Raum zu bekämpfen. "
Tradition und moderne Technik
Feierlich wurde in Augustdorf die Fahne enthüllt. Das Wappen des neuen Bataillon zeigt die lippische Rose. Mit dem neuen Artilleriebataillon 215 wurde eine Tradition wieder aufgenommen. Zehn Jahre nachdem das ehemalige Panzerartilleriebataillon aufgelöst wurde, nimmt nun das neue den Dienst auf. Mit gleichem Namen und Wappen, aber anders aufgestellt hinsichtlich der Einsatzgrundsätze und der materiellen Ausstattung.
"Es geht darum in nahezu allen Lagen handlungsfähig zu sein zur Abschreckung. Diese Handlungsfähigkeit wird durch Russland getestet." Brigadegeneral Marco Eggert
Kleiner Verband im Aufbau
Das neue Artilleriebataillon 215.
Neuer Kommandeur des Artilleriebataillon ist Fabian Kolbe. "Das Artilleriebataillon 215 ist das erste Artilleriebataillon der mittleren Kräfte und damit auch der erste und einzige radgestützte Artillerieverband in der Bundeswehr."
26 Soldatinnen und Soldaten starten als Aufstellungsstab. Ein kleines, aber wachsendes Team, für das am Dienstag der Startschuss fiel. Jetzt gilt es, die entsprechende Infrastruktur zu bauen, Technik anzuschaffen und sich personell entsprechend aufzustellen.
Unsere Quellen:
- WDR-Reporterin vor Ort
- Gespräch mit Fabian Kolbe, Kommandeur des Artilleriebataillon
- Gespräch mit Alexander Krone, Kommandeur der ersten Panzerdivision
