Die Stadt Dorsten greift die Idee auf und macht direkt Tempo. Sie will die Lokalpolitiker bereits in der kommenden Woche über den Bürgerantrag beraten lassen. Sie ist überhaupt nicht abgeneigt, was die Olympia-Idee angeht. Aus gutem Grund.
Denn als mögliche Location für Mountainbike-Wettbewerbe bringt der Bürgerantrag die Hürfeldhalde ins Spiel. Um sie gibt es seit Jahren Streit. Ein Entsorger will hier eine Gefahrenstoff-Deponie anlegen. Stadt und Bürger wehren sich dagegen.
Stadt pocht auf einstige Zusagen zur "Haldenzukunft"
Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff reagiert ernüchtert
Die Gegner fordern, die begrünte Halde soll langfristig ausschließlich der Naherholung dienen. So sage es ein früherer Vertrag. Freizeitaktivitäten statt problematischem Abfall vor der Haustüre. Da würde eine Olympia-Bewerbung nun gut passen. Denn die Deponie-Pläne könnten damit zunächst auf Eis gelegt werden.
"Wir wollen uns selbstverständlich der regionalen Verantwortung stellen und dazu beitragen, dass Wettkämpfe im Kreis Recklinghausen stattfinden können." Tobias Stockhoff, Bürgermeister Stadt Dorsten
Dorsten nutzt dabei aus, dass eine Halde im benachbarten Herten bislang nicht Teil einer Olympia-Bewerbung der Region "Köln/ Rhein-Ruhr" geworden ist. Hier gab es nicht die erforderliche Mehrheit für das Projekt. Und sollte das bei der finalen Abstimmung so bleiben, würde Dorsten möglicherweise einspringen.
Verwaltung legt sich ins Zeug
Im Rathaus in Dorsten sind die Vorbereitungen für einen möglichen Bürgerentscheid jedenfalls schon gestartet. Außerdem holt die Stadt vor der politischen Entscheidung ein umfassendes Stimmungsbild ein. Darunter auch der Entsorger AGR. Er will auf der Halde eine Deponie einrichten.
Was die Stadt Dorsten an Eigenleistung aufbringen müsste, wenn die Halde Teil der Olympia-Bewerbung würde - noch völlig unklar. Am 18. Februar soll sich der Haupt- und Finanzausschuss damit befassen.
Unsere Quellen:
- WDR-Reporter vor Ort
- Stadt Dorsten
Sendung: WDR 2, Lokalzeit Südwestfalen, 03.02.2026, 11:31 Uhr