So profitiert die Neusser City von der Landesgartenschau
WDR. 03:18 Min.. Verfügbar bis 19.06.2028.
Profitiert Neuss von der Landesgartenschau? : Erst zur LaGa, dann nach Neuss in die Stadt!
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Sie kommen wegen der Blumen, wegen des Parks und wegen der Spielplätze. Aus dem Rheinland, aus ganz NRW und sogar darüber hinaus. Aber machen die Besucher der Landesgartenschau auch noch einen Abstecher in die Innenstadt? Gehen sie dort essen - oder sogar noch shoppen? Darauf zumindest hatten die Gastronomen und Einzelhändler gehofft.
Sie sind mit dem Bus aus Rheda-Wiedenbrück gekommen, zur Landesgartenschau nach Neuss. Und sie haben den ganzen Samstag Zeit. Geht's denn da noch in die Stadt? "Ja, das haben wir vor", sagen die Damen und scheinen sich da einig zu sein. Und einer der Herren ergänzt: "Wenn man schon da ist." Es ist ja gerade mal elf Uhr am Vormittag.
Vom LaGa-Gelände bis in die City ist es nur ein Katzensprung
Diese Familie ist aus Gelsenkirchen, Kempen und St. Augustin zur LaGa angereist
Nur ein paar Meter weiter, auf den Bänken an einem der großen Spielplätze auf dem LaGa-Gelände, haben drei Generationen einer Großfamilie gerade mit einem kleinen Picknick begonnen. Sie kommen aus Sankt Augustin, Kempen und Gelsenkirchen. Noch haben sie nicht entschieden, ob es auch noch in die Stadt geht. "Mal gucken, wo sich das so hinbewegt", sagt Christoph Lieser-Wolnik, "aber ich denke mal, wir sind erst mal mit der Landesgartenschau gut bedient."
Vom Gelände der ehemaligen Galopprennbahn bis in die Innenstadt sind es zu Fuß nur ein paar Minuten. Deshalb hatten sich die Macher der Schau erhofft, dass viele Menschen zumindest an den Wochenenden auch noch die City besuchen. Eis essen, ein wenig bummeln und den einen oder anderen Euro in den Geschäften lassen. Und diese Hoffnung haben natürlich auch die Gastronomen und Einzelhändler.
Landesgartenschau bringt zusätzliche Gäste
Und so ist die Innenstadt auch bunt geschmückt - mit Fahnen, großen bunten Blütenattrappen, Blumenspalieren und Aufklebern auf den Schaufenstern. Man merke tatsächlich, dass viele Auswärtige in Neuss sind, meint Christoph Napp-Saarbourg, der Sprecher der "Zukunftsinitiative Innenstadt Neuss" - der Vereinigung der Kaufleute. "Wenn jemand hier auf dem Hauptstraßenzug steht und nach den Straßenschildern guckt, dann weiß man, der ist nicht zu Hause, der muss sich orientieren."
Der geschmückte Marktplatz in Neuss
Vor allem am Marktplatz, dem "Einfallstor" in die Stadt, verzeichnen Eisdielen und Restaurants durchaus zusätzliche Gäste von der Landesgartenschau. Etwas weiter aber, im Modehaus Heinemann auf der Fußgängerzone, wird das schon weniger. Ab und zu verirre sich mal jemand in das Bekleidungshaus, meint Abteilungsleiter Nils Hullermann. Aber:
"Der ganz große Ruck, der so ein bisschen prophezeit wurde, der ist bisher leider ausgeblieben." Nils Hullermann vom Modehaus Heinemann
LaGa-Fazit? Abgerechnet wird zum Schluss
Am Marktplatz trifft man dann aber doch so einige Besucher und Besucherinnen, die sich umschauen, manchmal noch mit dem Faltblatt der LaGa in der Hand. Die meisten wollen zumindest auch noch etwas essen hier, sagen sie, und sich das eine oder andere anschauen. Das Quirinus-Münster zum Beispiel, das Wahrzeichen der Stadt. Ob sich das auch in der Kasse der Einzelhändler niederschlägt, das werden sie wohl erst am Ende dieses Sommers wissen.
Eine Besuchergruppe aus Rheda-Wiedenbrück
Unter den Menschen, die an diesem Nachmittag noch in die City gehen, sind übrigens auch "alte Bekannte": die Gruppe aus Rheda-Wiedenbrück. Gegen 14 Uhr ist zumindest ein Teil von ihr am Marktplatz angelangt. Kurze Pause im Restaurant, dann noch ein wenig durch die City. Ihr Bus zurück geht ja erst in zwei Stunden.
Unsere Quellen:
- Beobachtungen und Gespräche des WDR-Reporters vor Ort
- Zukunftsinitiative Innenstadt Neuss
Sendung: WDR.de, Profitiert die Neusser City von der LaGa? Erst in den Park - dann in die Stadt,
Erstveröffentlichung am 22.06.2026, 5:00 Uhr
