Mädchen in Erft ertrunken - wer war zuständig? | WDR aktuell

WDR 00:39 Min. Verfügbar bis 04.05.2028

Erft-Unglück bei Grevenbroich Mädchen konnte wohl nicht schwimmen

Stand:

Eine 16-Jährige war am Donnerstagnachmittag bei Grevenbroich in der Erft ertrunken. Sie hatte sich mit Freunden am Ufer getroffen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei konnte die Schülerin wohl nicht schwimmen.

Am Ufer der Erft bei Grevenbroich-Wevelinghoven leuchten Grablichter. Zwischen ihnen liegen frische Blumen. Immer wieder kommen neue hinzu. Der Tod der 16-jährigen Schülerin hat sich in der Stadt rasch herumgesprochen. Dabei ist die Unglücksstelle nicht einfach zu finden.

Zunächst ein schmaler Trampelpfad durch ein kleines Waldstück. Dann eine verwitterte und mit Moos bewachsene Treppe hinunter zur Erft. Vorbei an der Ruine eines kleinen Gebäudes. Heute ein sogenannter "Lost Place", der aber bei Jugendlichen sehr beliebt ist.

Unglücksstelle ist beliebter Treffpunkt

Rund um die Unglücksstelle liegt jede Menge Müll. Fahrradschläuche, Becher - aber auch ein total verrostetes Schild. Darauf ist nur noch undeutlich zu erkennen, dass hier mal ein Privatweg war.

Verrostetes Schild mit der Aufschrift "Privatweg Benutzung auf eigene Gefahr"

Verrostetes Schild nahe der Unglücksstelle

Der führte über eine schmale Brückenkonstruktion. Viele Jahre eine bei Spaziergängern und Radfahrern beliebte Erftquerung. Heute aber sind beide Zugänge zur Brücke mit großen Stahlplatten versperrt. Dennoch: Bei schönem Wetter seien Brücke und Erft-Ufer immer wieder Treffpunkt von Jugendlichen, berichten Anwohner, die anonym bleiben möchten.

Erft an der Unglücksstelle bis zu 4 Meter tief

Gegenüber der Unglücksstelle haben einige Angler ihr Zelt aufgeschlagen. Sie kennen sich aus. Die Erft sei hier tief und verschlammt, sagen sie. Obwohl der Fluss sehr träge fließt, ist die Strömung nicht zu unterschätzen.

Brücke bei Grevenbroich an der Erft

Die Brücke, die über die Erft führt

Schon vor der Unglücksstelle nimmt die Erft Fahrt auf. Rund 200 Meter weiter strömt das Wasser dann mit rund 10 Kubikmetern pro Sekunde in ein Stauwehr des Erftverbands.

Jede Hilfe zu spät

Die 16-Jährige war am Donnerstag, den 30. April 2026, aus noch ungeklärter Ursache in der Erft ertrunken. Nach neuen Erkenntnissen konnte das Mädchen offenbar nicht schwimmen. Laut Feuerwehr war sie zum Zeitpunkt des Unglücks mit fünf weiteren Personen unterwegs. Die Polizei des Rhein-Kreises Neuss ermittelt zur Ursache des Unglücks.

Unfallstelle mit Blumen und Kerzen am Ufer der Erft

Blumen und Kerzen für die ertrunkene Jugendliche

Stadt will sich mit Erftverband treffen

Nach Angaben der Stadt Grevenbroich will sich Bürgermeister Klaus Krützen am Montag ein Bild von der Lage machen. Ob er am Montag den Unglücksort in Augenschein nimmt, stand am Montagmorgen noch nicht fest. Auch ein Austausch mit dem Erftverband ist geplant, heißt es auf WDR-Nachfrage.

Erft-Unglück: Mädchen konnte wohl nicht schwimmen

WDR 04.05.2026 00:39 Min. Verfügbar bis 03.05.2028

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Ertrunkene 16-Jährige konnte wohl nicht schwimmen

WDR 00:28 Min. Verfügbar bis 11.03.2028

Unsere Quellen:

  • Feuerwehr Grevenbroich
  • Anwohner
  • Eindrücke Reporter vor Ort
  • Stadt Grevenbroich

Sendung: WDR.de, Jugendliche ertrinkt in der Erft , 03.05.2026, 17:38 Uhr
Sendung: WDR2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 04.05.2026, 8:30 Uhr

Hinweis der Redaktion, 4.5.2026, 7:22 Uhr:
Ob der Bürgermeister der Stadt Grevenbroich am Montag den Unglücksort in Augenschein nimmt, stand am Montagmorgen noch nicht fest. Das haben wir im Beitrag präzisiert.

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