Atommüll: Castor-Transporte nach Ahaus stehen bevor
Lokalzeit Münsterland. 26.06.2025. 00:38 Min.. Verfügbar bis 26.06.2027. WDR.
Aus den Forschungsreaktoren in Jülich und in München sollen insgesamt mehr als 190 Atommüllbehälter per LKW ins Münsterland rollen. Davon geht das zuständige Bundesamt aus. Es will in Kürze den Transport nach Ahaus genehmigen.
Aus dem Forschungsreaktor bei München sollen erst einmal zwei Transporte nach Ahaus genehmigt werden. Insgesamt können es von dort aber rund zehn LKW-Fahrten werden. Aus Jülich sollen 152 Castor-Behälter nach Ahaus gebracht werden.
Beeinträchtigung für Verkehr
Die Polizei hatte im Vorfeld eine Bündelung gefordert. Es müssen nämlich Autobahn-Teilstücke gesperrt werden, die Beeinträchtigung für den Verkehr in NRW ist erheblich.
Geht man von drei Castoren je Transport aus, dann wäre fast ein Jahr lang, jede Woche ein Atommüll-Transport nach Ahaus notwendig. Das steht allerdings noch nicht genau fest.
Gegen die Transportgenehmigung kann dann noch Klage eingereicht werden. Doch selbst bei einer Klage könnte mit den Transporten begonnen werden.
Forderung: Zwischenlager in Jülich
Anti-Atommüll-Initiativen demonstrierten im Mai in Ahaus gegen die geplanten Castortransporte aus Jülich. Die Forderung der Initiativen: Neubau eines modernen Zwischenlagers in Jülich, wo der hochradioaktive Atommüll erzeugt wird und keine weiteren Transporte quer durch NRW.
Quelle:
- Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE)