Zu viele Fische in Münsters Aasee - jetzt wird abgefischt
WDR. 00:33 Min.. Verfügbar bis 07.04.2028.
Eine Maßnahme, die die Stadt Münster schon 2022 beschlossen hat. So soll verhindert werden, dass sich ein massenhaftes Fischsterben wie im Sommer 2018 wiederholt.
Ökologisches Gleichgewicht wichtig
Indem viele Rotaugen, Brassen und weitere Arten regelmäßig aus dem See gefischt werden, soll ein besseres Verhältnis zwischen Raub- und Friedfischen im Wasser erreicht werden. So versucht man, den See künstlich im ökologischen Gleichgewicht zu halten.
Auf dem Aasee sind die Berufsfischer mit Bootenunterwegs und kontrollieren die Netze.
Der Verein für Fischerei und Gewässerschutz "Frühauf" Münster, ist auch in diesem Jahr zuständig für das Abfischen. Dafür arbeiten sie mit Berufsfischern aus Karlsruhe zusammen.
Zu wenig Raubfische
Eine Untersuchung des Fischbestands im Oktober 2025 hatte ergeben, dass nach wie vor zu wenig Raubfische im See leben, um den Bestand der Friedfische unter Kontrolle zu halten.
Bis zum 20. April werden also gezielt Friedfische entnommen. Dafür sind jetzt ingesamt acht Netze im Aasee angebracht worden. Diese werden täglich mehrfach geprüft, die Fische darin eingesammelt und dem Aasee entnommen. Sinn der ganzen Abfischaktion ist, dass auf diese Weise dauerhaft mehr Raubfische im Aasee leben und so den Bestand der Friedfische auf natürliche Weise reduzieren.
Fische werden in umgesetzt
Die Fische werden in Tanks gesammelt und in andere Gewässer gebracht.
Die Fische werden aber nicht entsorgt, sondern dürfen in anderen Gewässern weiterleben. "Wir haben drei eigene große Seen. Wir haben auch noch Fischereirechte an der Werse und an der Ems. Wenn es für die unsere Seen zu viel wird, setzen wir sie auch in die Ems, sodass sie dann da ihr Leben fristen können.", sagt Karl-Heinz Wortmann vom Verein für Fischerei und Gewässerschutz "Frühauf" Münster.
Zusätzlich zur Fischentnahme, wird das Wasser im See in den warmen Monaten regelmäßig über eine große Anlage belüftet, um den Sauerstoffgehalt im Wasser konstant zu halten.
Quellen:
- Stadt Münster
- Eindrücke der WDR-Reporterin vor Ort
- Gespräche mit Mitarbeitern des Fischereibetriebs Kuhn
- Gespräch mit Karl-Heinz Wortmann, Verein für Fischerei und Gewässerschutz "Frühauf"
Sendung: WDR 2 Münsterland, Lokalzeit, 08.04.2026, 15:31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Münsterland, 07.04.2026, 18:09 Uhr