Tierpflegerin Bärbel Uphoff übergab gemeinsam mit den Schimpansenbabys Max und Moritz den Schlüssel
Es ist der 2. Mai 1974. Auf der Sentruper Höhe in Münster drängen rund 50.000 Menschen aneinander. Sie alle wollen den Moment erleben, in dem der Zoo am neuen Standort zum ersten Mal seine Tore öffnet. Mitten im Trubel steht Tierpflegerin Bärbel Uphoff. In ihren Armen: zwei junge Schimpansen mit gestrickten Mützchen. Max und Moritz, gerade mal ein paar Monate alt. Sie sollen dem Zoodirektor symbolisch den Schlüssel für das neue Zooareal übergeben.
Archivaufnahmen von Tierpflegerin Bärbel Uphoff mit den Schimpansen
00:26 Min.. Verfügbar bis 30.10.2027.
Bereits 1875 gründete der Zoologe Hermann Landois den "Westfälischen Zoologischen Garten" - auf einer kleinen Insel zwischen Himmelreichallee und Aa. Der Zoo überstand zwei Weltkriege, eine Weltwirtschaftskrise und fast ein ganzes Jahrhundert. Doch Ende der 1960er Jahre war hier Schluss. Das alte Gelände wurde verkauft.
Ein Zoo zieht um
Im Gegenzug erhielt der Zoo ein neues Areal - etwa fünfmal so groß wie das alte. So eröffnete der Zoo im Mai 1974, fast 100 Jahre nach seiner Gründung, an der Sentruper Höhe wieder seine Tore. Für den spektakulären Umzug wurden einige der Tiere sogar unter dem Jubel der Zuschauenden über den Aasee verschifft, um sicher auf dem neuen Gelände anzukommen.
150 Jahre Zoo in Münster: Eine Reise in die Vergangenheit
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Auch Tierpflegerin Bärbel Uphoff war mittendrin: Gemeinsam mit den Schimpansen Max und Moritz begleitete sie den Wandel vom Zoologischen Garten zum Allwetterzoo Münster - vom ersten Tag an.
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"Allwetter" heißt der Zoo übrigens, weil viele Gänge zu den Häusern überdacht sind und so bei jedem Wetter erreicht werden können. Obwohl Zoos vor allem bei Familien beliebt sind, stehen sie auch immer wieder in Kritik. Vor allem Tierschützer kritisieren, dass hier Tiere in Gefangenschaft leben müssten und zu wenig Platz hätten. Die Zoos argumentieren vor allem mit dem Thema Artenschutz und der Überlebenssicherung bedrohter Arten.
