Drogenszene am Neumarkt: Sozialdienste bieten der Stadt Köln Hilfe an

Lokalzueit aus Köln 10.10.2025 01:02 Min. Verfügbar bis 10.10.2027 WDR

Drogenszene am Neumarkt: Sozialdienste bieten der Stadt Köln Hilfe an

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Die Drogenszene am Kölner Neumarkt weitet sich aus. Die Drogenhilfe und der Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) schlagen daher nun ein Hilfszentrum beim Neumarkt vor. Es soll Rückzugsräume, medizinische Versorgung und Beschäftigung bieten.

Rund um den Kölner Neumarkt bestimmen seit Monaten neben Obdachlosen auch Suchtkranke zunehmend das Bild. Immer wieder konsumieren sie öffentlich die Droge Crack - in Hauseingängen, an Haltestellen, vor Geschäften.

Die Drogenhilfe Köln und der Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) bieten der Stadt nun ihre Unterstützung an. Sie schlagen ein festes Hilfszentrum direkt am Neumarkt vor. Nur so, sagen sie, ließe sich das Problem wirklich lösen.

Kriminalität am Neumarkt angestiegen

Laut dem städtischen Sicherheitsplan Makos aus dem vergangenen Jahr ist die Kriminalität rund um den Neumarkt deutlich gestiegen. Mehr Menschen ohne Wohnung und mit psychischen Problemen halten sich dort auf. Das befeuert Konflikte zwischen Drogen-Konsumierenden, Anwohnern und Geschäftsleuten. Polizeipräsenz allein, warnen SKM und Drogenhilfe Köln, verschiebe die Szene nur - etwa zum Friesenplatz oder an den Hauptbahnhof.

SKM fordert Hilfe statt Verdrängung

Der SKM will stattdessen die sogenannte Perspektive Neumarkt 365 aufbauen: ein Zentrum mit Versorgung, Beratung, medizinischer Hilfe und Beschäftigungsmöglichkeiten. Kern des Konzepts ist ein Modell, das in Wien bereits erfolgreich laufe.

Ein Mann konsumiert gerade Crack.

Für Menschen, die am Neumarkt Drogen konsumieren, fordern die Sozialdienste ein Hilfszentrum.

Es sieht kleine Einrichtungen vor mit Rückzugsräume für Drogenkonsumierende, ohne diese Menschen aus der Innenstadt zu verbannen. Ein Ort, an dem sie Drogen sicher konsumieren, duschen, essen und zur Ruhe kommen könnten. Es soll Sprechstunden geben, medizinische Versorgung, Wundpflege, Spritzentausch, aber auch Sozialberatung und die Möglichkeit zur Vermittlung in Entgiftung oder Therapie.

Konzept-Kosten: rund 900.000 Euro jährlich

Das Zentrum müsse in direkter Nähe des Neumarkts liegen, heißt es in dem Konzept. Nur dort könne es angenommen werden. Gleichzeitig solle der Standort dezent gewählt werden - erreichbar, aber nicht mitten auf dem Platz. Finanziert werden soll das Projekt über kommunale Mittel, Fördergelder und Spenden. Die jährlichen Betriebskosten liegen laut Konzept bei rund 900.000 Euro.

Unsere Quellen:

  • Sozialdienst Katholischer Männer Köln e.V.
  • Drogenhilfe Köln

Neumarkt in Köln: Sozialdienste fordern Hilfszentrum

WDR Studios NRW 10.10.2025 00:23 Min. Verfügbar bis 10.10.2027 WDR Online

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