Nach einer Millionenklage hat sich das Erzbistum Köln mit einem Missbrauchsbetroffenen außergerichtlich geeinigt. Das bestätigte das Erzbistum der Katholischen Nachrichten-Agentur. Ein Zivilprozess ist damit abgewendet.
Höhe der Entschädigung bleibt geheim
Auf welche Summe sich beide Seiten verständigt haben, wurde nicht bekannt. Die Anwälte des Betroffenen erklärten, ihr Mandant sei mit der Höhe der Entschädigung zufrieden. Die konkrete Summe dürfe jedoch nicht genannt werden, da das Erzbistum auf strenger Geheimhaltung bestehe.
Der Mann, der in den Medien unter dem Namen "Hardy" bekannt ist, hatte ursprünglich ein Schmerzensgeld in Millionenhöhe gefordert. Zuvor hatte er bereits 60.000 Euro als freiwillige Leistung erhalten.
Weitere Verfahren laufen
"Mit der Einigung sei der individuelle Rechtsstreit beendet", erklärten die Anwälte. Der Fall werfe jedoch weiterhin grundsätzliche Fragen nach Transparenz, Verantwortung und dem Umgang der Kirche mit ihrer Vergangenheit auf. Unabhängig davon läuft am Landgericht Köln ein weiteres Verfahren.
Die Missbrauchsbetroffene Melanie F. hat gegen eine Klageabweisung Berufung eingelegt. Sie wirft dem Erzbistum Verantwortung für jahrelangen Missbrauch durch einen Priester vor.
Unsere Quellen:
- Nachrichtenagentur KNA
Sendung: WDR.de, Millionenklage: Außergerichtliche Einigung im Kölner Missbrauchsfall, 16.04.2026, 20:51 Uhr