Die Stadt Köln hat den Antrag der Bezirksregierung genehmigt, das Gebäude der ehemaligen Oberfinanzdirektion am Riehler Platz umzubauen. Geplant ist eine Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete mit Platz für 544 Betten. Außerdem sieht die Baugenehmigung neue Verwaltungsräume und eine Kantine vor.
Antrag musste nachgebessert werden
Der erste Antrag der Bezirksregierung, das seit fünf Jahren leerstehende Gebäude umzubauen, wurde zunächst abgelehnt. Die Bezirksregierung musste nach Angaben der Stadt einige Veränderungen vornehmen.
Die neuen geänderten Vorlagen konnten am Mittwoch genehmigt werden. Wann genau die Umbauarbeiten losgehen sollen, steht noch nicht fest. Eigentlich sollten die Bauarbeiten bereits 2025 starten.
Anwohner gegen Erstaufnahmezentrum
Wegen der Pläne der Bezirksregierung haben sich Anwohnerinnen und Anwohner in der neuen Interessengemeinschaft Neustadt-Nord/Villenviertel zusammengeschlossen. Sie kritisieren die Pläne und befürchten unter anderem, dass die geplante Einrichtung die Sicherheit in dem Viertel gefährdet.
Ganz gegen die Unterbringung von Geflüchteten ist die Interessengemeinschaft nicht, sagt Reée Keßler: "Wir denken, dass hier im Agnes-/Villenviertel sicher sehr gut eine Flüchtlingsunterkunft auf Dauer im kleineren Umfang aufgenommen würde."
Unsere Quellen:
- Bezirksregierung Köln
- Stadt Köln
- IG Neustadt-Nord/Villen-Viertel
Sendung: WDR.de, Baugenehmigung für neue Flüchtlingsunterkunft in Köln erteilt, 12.06.2026, 13:01 Uhr
