Demonstrationen in Köln für und gegen Abtreibung
Aktuelle Stunde . 20.09.2025. 23:17 Min.. Verfügbar bis 20.09.2027. WDR. Von Oliver Köhler.
Demonstranten des Bündnisses "Pro Choice" hatten sich auf Straßen gesetzt und so versucht, den so genannten "Marsch für das Leben" zu blockieren. Die Polizei konnte die Straßen aber rasch wieder räumen. Einzelne Demonstranten wurden eingekesselt. Die etwa 1.200 Abtreibungsgegner konnten ihren Zug durch Köln fortsetzen.
Der gesamte Weg des "Marsches für das Leben" wurde gesäumt von einem Großaufgebot der Polizei, denn insgesamt hatten sich etwa 1.500 Gegner in Köln versammelt. Sie waren in Nebenstraßen ausgeschwärmt und versuchten, von dort aus den Demonstrationszug zu stören.
Die Abtreibungsgegner verbreiten ihre Forderung auf Deutsch, sowie auf Polnisch
Die Teilnehmer des "Marsches für das Leben" fordern schärfere Abtreibungsgesetze und wenden sich außerdem gegen Sterbehilfe. Der Kölner Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki hatte ein Grußwort an den "Marsch für das Leben" gerichtet.
Bündnis hatte zu Gegenprotest aufgerufen
Das Bündnis "Pro Choice", das zu den Gegenprotesten aufgerufen hatte, setzt sich für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen ein. Das Bündnis weist darauf hin, dass Abtreibungen stattfinden würden, unabhängig davon, ob sie erlaubt sind. Wenn es keinen ärztlichen Zugang für Frauen bei Abtreibungen gebe, zieht das große gesundheitliche Gefahren sich, sagt eine Sprecherin von "Pro Choice" dem WDR.
Starke Verkehrsbehinderungen in Köln
Während der "Marsch für das Leben" durch die Innenstadt zog, waren Kreuzungen und Straßen gesperrt worden.
Unsere Quellen:
- Bundesverband Lebensrecht
- Pro Choice Köln
- Polizei Köln
- Reporter vor Ort
Über dieses Thema berichten wir am 20. September 2025 auch im WDR Fernsehen.