Ein großer Denkmal-Sockel vor dem Essener RWE-Stadion an der Hafenstraße. Und darauf - nur ein kleiner Fußball? Wer sich an der Stelle nicht so genau auskennt und in diesen Tagen dort vorbeikommt, der dürfte sich über den Anblick wundern. Die Erklärung: Das eigentliche Denkmal ist gerade in Reparatur.
Beschädigte Statue: Spezialfirma übernimmt Schweißarbeit
So sieht es normalerweise hier aus: Die Helmut-Rahn-Statue vor dem RWE-Stadion
Die Statue der Essener Fußball-Legende Helmut Rahn ist im vergangenen Oktober von Unbekannten beschädigt worden. Damals hatten die Täter die Säge am Unterschenkel der Figur angesetzt - abgetrennt hatten sie ihn aber nicht. Für die Reparatur hat jetzt ein Kran die Statue von Helmut Rahn - dem Boss - vom Sockel gehoben.
Eine Fachfirma ist nun damit beschäftigt, die beschädigte Stelle zu schweißen. Damit dies so fachgerecht wie möglich passiert und damit die Statue am Ende wieder exakt so aussieht wie früher, hat das Unternehmen auch Kontakt mit der Gießerei aufgenommen, die die Statue ursprünglich gefertigt hat, so Rot-Weiss Essen.
Helmut Rahn
- geboren 1929 in Essen, gestorben 2003 ebenfalls dort
- Jahrelang Spieler vor allem bei Rot-Weiss Essen
- Spieler in der deutschen Nationalmannschaft 1951-1960 und Fußballweltmeister 1954
- Beim "Wunder von Bern" schoss er das Siegtor zum 3:2 im WM-Finale gegen Ungarn
- Legendär wurde auch der Spruch des damaligen Radiokommentators: "Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen, Rahn schießt - Tooor, Tooor, Tooor, Tooor!"
RWE vor dem Aufstieg: Lizenz für zweite Liga erteilt
In knapp drei Wochen soll alles fertig sein, so der Verein. Dann soll Helmut Rahn wieder vor dem Stadion an der Hafenstraße stehen - pünktlich zum letzten RWE-Heimspiel der Saison gegen Verl.
Und dann möglicherweise auch rechtzeitig zum Aufstieg in die zweite Fußball-Bundesliga. Der Drittligist steht in der Tabelle gerade auf Platz 2, also auf einem Aufstiegsplatz.
Die Deutsche Fußball-Liga und der Deutsche Fußballbund haben RWE die Lizenz für die dritte und zweite Liga erteilt. Allerdings gibt es Auflagen, teilte der Verein mit. Die seien überschaubar und sollen fristgerecht erfüllt werden, so RWE.
Unsere Quellen:
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 22.04.2026, 8:31 Uhr
