"Paradiesstrand" in Düsseldorf: Gelöschter Name plötzlich wieder da

00:26 Min. Verfügbar bis 27.08.2027

"Paradiesstrand" in Düsseldorf: Gelöschter Name plötzlich wieder da

Stand:

Der frühere "Paradiesstrand", der bei Google vor kurzem in "Rheinstrand" umbenannt wurde, hat plötzlich seinen alten Namen wieder.

Von
Paula Gerhardus
Paula Gerhardus
und
Peter Hild
Peter Hild

Der Stadt Düsseldorf ist das Problem bekannt. "Wir können uns nicht erklären, wie es einem Dritten gelungen ist, den Namen wieder zu ändern", sagte ein Sprecher dem WDR am Mittwochabend. Man arbeite aber daran, das Ganze wieder rückgängig zu machen.

Neuer Name sollte falsche Vorstellungen verhindern

Die Stadt hatte zwischenzeitlich durchgesetzt, dass beim Kartendienst Google Maps der sogenannte "Paradiesstrand" durch den Namen "Rheinstrand" ersetzt wird. Der Alternativname sollte verhindern, dass bei Besuchern eine falsche Vorstellung von dem Ort entsteht.

Die Namensänderung sollte laut Stadt dazu beitragen, Menschen vom lebensgefährlichen Baden im Rhein abzuhalten. Zuerst hatte die Rheinische Post berichtet. Seit zwei Wochen gilt am gesamten Düsseldorfer Rheinufer ein Badeverbot.

Beschreibung als "schöner Ort zum Baden"

In der Beschreibung des Strands bei Google Maps ist außerdem nach wie vor von einem "schönen Ort zum Baden" die Rede. Darauf habe die Kommune aber vorerst keinen Einfluss, heißt es. Denn viele Strandbesucher haben das offenbar in ihren Bewertungen so formuliert. Man wolle das Problem aber lösen, betonte ein Stadtsprecher.

"Paradiesstrand" in Düsseldorf: Gelöschter Name plötzlich wieder da

00:42 Min. Verfügbar bis 27.08.2027

Ordnungsamt patrouilliert am Paradiesstrand in Düsseldorf

Ordnungskräfte auf Kontrollstreife am Paradiesstrand

Laut Stadt wird die angezeigte Info zum Ort bei Google automatisiert erstellt. Wenn also viele Menschen in den Bewertungen geschrieben hätten "schöner Ort zum Baden", tauche es systembedingt in der Beschreibung auf.

Hinweis auf Badeverbot hinterlegt

Die Stadt hat in der Google-Beschreibung nun aber ihre Webseite hinterlegen lassen, die auf das Badeverbot und mögliche Konsequenzen hinweist. Für Verstöße werden bis zu 1000 Euro Bußgeld fällig, plus mögliche Einsatzkosten von Polizei und Rettungskräften.

Der Düsseldorfer Ordnungsdezernent Christian Zaum am Paradiesstrand in Düsseldorf.

Ordnungsdezernent Christian Zaum

Der Name "Paradiesstrand" sei kein offizieller Begriff, sondern habe sich im Laufe der Zeit eingebürgert habe, hatte Düsseldorfs Ordnungsdezernent Christian Zaum (CDU) bei einem Vor-Ort-Termin vor einigen Tagen erklärt. Die Stadt versuche diesen bereits seit einiger Zeit zu ändern. Das hatte nur kurzzeitig Erfolg.

"Das Umdenken zu einem über viele Jahre bei den Menschen fest verankerten Begriff ist ein langwieriger Prozess, für den die Änderung bei Google als Anlaufstelle für Touristinnen und Touristen ein erster wichtiger Schritt war", betonte die Stadtsprecherin abschließend. Wann der Name jetzt wieder in "Rheinstrand" geändert wird, ist noch unklar.

Unsere Quellen:

  • Deutsche Presse-Agentur
  • Stadt Düsseldorf
  • Aussagen Ordnungsdezernent Christian Zaum bei Vor-Ort-Termin

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