Tödlicher Raser-Unfall in Dortmund: Vier Jahre Haft für 18-Jährigen
02:39 Min.. Verfügbar bis 13.03.2028.
Tödlicher Raser-Unfall in Dortmund: Vier Jahre Haft für 18-Jährigen
Stand:
Bei dem Unfall mit über 140 km/h wurde ein zweifacher Familienvater auf einem E-Scooter getötet.
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Jetzt mitdiskutierenEs sei ein Autorennen mit Todesfolge gewesen, so das Landgericht Dortmund. Der 18-jährige Dortmunder sei mit mehr als 140 km/h durch ein Wohngebiet gerast, obwohl dort nur 50 km/h erlaubt waren, und das auch noch ohne gültige Fahrerlaubnis. Wegen eines "verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge", wurde er zu vier Jahren Jugendhaft verurteilt. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.
Zweifacher Familienvater aus Dortmund war sofort tot
Rückblick: Am 9. August 2025 fuhr ein zweifacher Familienvater aus seinem Schrebergarten "Grüne Oase e.V." auf dem E-Scooter nach Hause. Der 18-jährige VW-Fahrer kam von hinten angerast und erfasste den 36-jährigen Dortmunder. Die Windschutzscheibe sei zerstört und das Opfer "nach innen eingequetscht worden", hieß es in der Anklage.
Der 18-Jährige verlor die Kontrolle über das Auto, kollidierte mit einem geparkten Wagen, einem Laternenmast, einem Mülleimer und einem Bushaltestellenschild bevor er in die Mauer eines Hauses krachte. Der Familienvater wurde gegen das Haltestellenschild geschleudert, landete auf dem Asphalt und war sofort tot.
"Die Bremse wurde nicht betätigt."
Ein Gutachter hatte vor Gericht ausgesagt, dass der Autofahrer die ganze Zeit das Gaspedal durchgetreten und nicht gebremst habe. Der Dortmunder war wegen Totschlags angeklagt. Die Ehefrau des Opfers und die gemeinsamen beiden Kinder (2 und 6 Jahre) waren Nebenkläger in dem Verfahren.
Unsere Quellen:
- Landgericht Dortmund
- Beobachtungen der WDR-Reporterin beim Prozess am Landgericht Dortmund
- Nachrichtenagentur dpa
Sendung: WDR 2 Ruhrgebiet, Lokalzeit, 13.03.2026, 06:31 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Dortmund, 13.03.2025,19:30 Uhr
87 Kommentare
Kommentar 87: Anonym schreibt am 15.03.2026, 16:05 Uhr :
Wieviele unschuldige Menschen müssen noch zu Schaden kommen, bevor die Regierung unter Merz mal in die Gänge kommt. Unglaublich
Kommentar 86: Lietz Birgit schreibt am 15.03.2026, 15:04 Uhr :
Das ist unser Deutscher Rechtsstaat. Das Urteil ist lächerlich. Der Täter hat billigend im kauf genommen einen Menschen dabei zu töten. Die Ehefrau und die Kinder müssen ohne ihren Vater aufwachsen. Ich finde auch er sollte mindestens 10 Jahre Gefängnis bekommen und nicht eher heraus kommen. Auch sollte endlich das Jugendstrafecht auf 11 Jahre heruntergesetzt werden.
Kommentar 85: Maria schreibt am 15.03.2026, 12:40 Uhr :
Einen Witz; schlimmer als ein Witz....mit 18 ist man volljährig Punkt! Da gibt es keine Diskussion! In dem Moment, in dem er ohne Fahrerlaubnis los gefahren ist, hat er schon gesetzeswidrig gehandelt. ER hat das Gas Pedal auf 140 kmh durch getreten im vollen Bewusstsein, ein Wettrennen zu gewinnen! Das sind Fakten...die Familie steht jetzt ohne den geliebten Ehemann und ohne den geliebten Vater da. Das ist auch ein Fakt! Wenn wir so weiter machen, dass 12 jährige geplante Morde ausführen dürfen, ohne dass sie bestraft werden, werden alle, die es darauf anlegen, so weiter machen und genau so handeln! Menschen werden so, wie sie zu Hause erzogen werden... Das sagt alles aus!!! Und der Anwalt sollte mal darüber nachdenken, wie er denken und urteilen würde, wenn es ihn als Familienvater und liebender Ehemann getroffen hätte!
Kommentar 84: XTMick schreibt am 15.03.2026, 12:01 Uhr :
Ob gültige Fahrerlaubnis oder nicht , wer so handelt nimmt den Tod von Menschen billigend in Kauf . Zehn Jahre ohne Bewährung wäre das Minimum nach meiner Meinung für all diese Gestalten .
Kommentar 83: Robert Gehrke schreibt am 15.03.2026, 11:37 Uhr :
Tja,ein Leben ist nichts wert,das ist echt traurig..... Der Täter bekommt 4 Jahre und muss davon höchstwahrscheinlich nur 3 Jahre lang absitzen, wegen der 2/3 Regelung...... Die Familie dagegen leidet ein ganzes Leben lang. ...für mich ist das Mord und er sollte deswegen auch bitteschön verurteilt werden!
Kommentar 82: Jens schreibt am 15.03.2026, 11:25 Uhr :
Es gibt eine App, die erkennt wo ich gerade bin und dann drücke ich auf "parken". Fertig. So etwas könnte man auch in Autos einbauen. Innerhalb geschlossener Ortschaften ist keine Geschwindigkeit über 50 km/h möglich. Auf Landstraßen kann nicht mehr als 100 km/h gefahren werden. Fertig. Man muss es nur wollen. Aber in Deutschland gilt bei nahezu allem: Egoismus wird akzeptiert, auch wenn die Allgemeinheit oder andere drunter leiden müssen. Der Kerl müsste meiner Meinung nach sein Leben lang an die Angehörigen den nicht pfändbaren Teil seines Einkommens abtreten. Denn es gilt laut BGB: Es muss der Schaden ersetzt werden, der verursacht wurde.
Kommentar 81: Sagittarius1963 schreibt am 15.03.2026, 11:21 Uhr :
Ich empfinde die Strafe subjektiv auch als zu gering. Allerdings darf man natürlich nicht "aus dem Bauch heraus" urteilen, sondern muss zugrundeliegende Gesetze beachten. Das diesbezüglich ein moralisches Rechtsempfinden nicht immer (um nicht zu sagen selten) mit entsprechenden Urteilen konform ist, ist unbestritten. Ich bin durchaus der Meinung, dass viele Strafrahmen überdacht und neu gezogen werden sollten, auch, weil sich rechtliche und moralische Empfindungen mit den Jahren verändern, während Gesetz diesbezüglich eher träge bis gar nicht angeglichen werden. Zudem gibt es veränderte Rahmenbedingungen, für die es größtenteils noch gar keine passenden Gesetzte, bzw Strafrahmen gibt. In diesem konkreten Fall dürfte allerdings zur strafrechtlichen Verurteilung noch ein zivilrechtliches Verfahren auf den Protagonisten zukommen, welches finanziell für diesen nicht unerheblich sein dürfte. Ich hoffe, dass dieser viele Jahre durch Zahlungen von dessen Konto an das Ereignis erinnert wird
Kommentar 80: Anonym schreibt am 15.03.2026, 09:55 Uhr :
Wer so etwas macht ist charakterlich nicht in der Lage ein Fahrzeug zu führen. Lebenslanges Fahrverbot und über die 4 Jahre sollte man reden.
Kommentar 79: Der Gerechtigkeitsliebend schreibt am 15.03.2026, 09:15 Uhr :
Was machen solche Richter eigentlich beruflich ? Unfassbar. Wie kann man da so ein Urteil sprechen ? Diese empathielosen Roboter die sich heute teilweise Richter nennen dürfen, sprechen Urteile, bei denen jeder normal Denkende nur den Kopf schütteln kann. Aber über jedem Urteil steht: "Im Namen des Volkes". Nein, liebe Justiziare. Im Namen des Volkes handelt Eure Laienschauspieltruppe schon lange nicht mehr. Verkleiden sich bis zum heutigen Tag vor Gericht.....und spielen "Prozess". Dieses gesamte Justizsystem bedarf schon lange einer grundsätzlichen Reform.
Kommentar 78: Fuggi64 schreibt am 15.03.2026, 08:17 Uhr :
Nicht nur in diesem Fall werden mit nur vier Jahren falsche Zeichen gesetzt und wieso Jugendhaft? Jetzt soll bitte keiner kommen und sagen dass sind die Gesetze, dann müssen die wohl dringend angepasst und die bestehenden auch rigide umgesetzt werden!
Kommentar 77: ÖRR abschaffen schreibt am 15.03.2026, 04:04 Uhr :
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