Die Anklage lautet auf Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Hauptangeklagter ist ein 59 Jahre alter Mann aus Remscheid. Laut Anklage soll er "eine Vielzahl" von Kriegswaffen und anderen Waffen in mehreren Kellern in einem Wohnhaus in der Remscheider City gelagert haben, um sie zu verkaufen.
Ebenfalls vor Gericht: Ein 38-jähriger Remscheider, der sechs Maschinenpistolen und einen Revolver gekauft haben soll. Außerdem ein 35-Jähriger, mit dem er die Waffen und Munition weiterverkauft haben soll. Unter den "Kunden" waren verdeckte Ermittler der Polizei.
Sturmgewehre, Maschinenpistolen und Revolver
Ende Oktober 2025 griffen die Fahnder zu. Und erlebten eine Überraschung nach der anderen. In den als "Museum" genutzten Kellerräumen stießen sie hinter Zwischenwänden und getarnten Türen auf immer mehr Nebenräume und Nischen voller Waffen, Uniformen, Fotorafien und Propagandamaterial aus dem Zweiten Weltkrieg.
Überraschung für die Ermittler: Kriegswaffen im Keller
Die Wuppertaler Staatsanwaltschaft listet auf: Sturmgewehre, Maschinenpistolen und Maschinengewehre, Revolver, Pistolen, Munition und Kampfmittel. Nur ein Teil der Waffen wurde laut Anklage unbrauchbar gemacht.
Prozess vor dem Wuppertaler Landgericht
Insgesamt hat das Wuppertaler Landgericht zehn Verhandlungstage angesetzt, ab dem 6. Juli. Bei einem Urteil drohen bis zu fünf Jahre Haft für den Handel von Kriegswaffen, beim gewerbsmäßigen Handel sogar bis zu zehn Jahre Haft. Die Verhandlung ist öffentlich.
Unsere Quellen:
- Landgericht Wuppertal
Sendung: WDR.de, Prozess um Remscheider Waffenhändler terminiert, 01.06.2026, 20.05 Uhr
