Kriegswaffen in Remscheid: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage
01:33 Min.. Verfügbar bis 15.04.2028.
Von "antiken" Weltkriegswaffen bis zu scharfen Maschinengewehren und kiloweise Munition: Vier verborgene Waffenkammern beherbergten den wohl größten Fund dieser Art in NRW bisher. Und das in Räumen unter einer Remscheider Autowerkstatt, nahe des Stadtzentrums. Gegen den Besitzer (59) hat die Staatsanwaltschaft jetzt Anklage erhoben. Hauptvorwurf: Massive Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.
Vier versteckte Waffenkammern
Ende Oktober 2025: Die Polizei findet die erste Waffenkammer und viele Waffen. Weltkriegs-Gewehre, wohl nur Schauobjekte. Dazu Schaufensterpuppen in Wehrmachts-Uniformen und zahlreiche NS-Memorabilien. Auf einen rechten Hintergrund des Beschuldigten gibt es keine Hinweise. Dieser Vedacht tritt aber ohnehin in den Hintergrund. Denn die Ermittler stoßen hinter eingezogenen Wänden auf drei weitere Waffenkammern.
Neue Bilder zu Waffenfunden in Remscheid: Umbau zu scharfen Waffen?
Aus Remscheid sind neue Bilder aus dem Keller aufgetaucht, wo die Polizei vermutlich weitere illegale Waffen und Munition gefunden hat.
Massiver Kriegswaffenhandel?
Und die beherbergen zum Teil scharfe Waffen. Die Durchsuchung zieht sich über Tage hin, die Katalogisierung und Räumung durch die Polizei dauert Wochen. Für wen waren die Waffen? Hat der 59-Jährige damit gehandelt?
Massiver Kriegswaffenhandel?
Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert
Neben dem Haupt-Beschuldigten richteten sich die Ermittlungen zunächst auch gegen zwei weitere Männer. Die 35 und 38 Jahre alten Männer sollen beim Weiterverkauf geholfen haben. An einem geheimen Ort lagern jetzt tausende Waffen aus Remscheid. Was wird mit ihnen passieren? Das Wuppertaler Landgericht muss jetzt entscheiden, ob und wann es zu einem Prozess gegen die Angeklagten zugelassen wird.
Unsere Quellen:
- Staatsanwaltschaft Wuppertal
- Gespräche des Reporters mit den Ermittlern
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Bergisches Land, 15.04.2026, 19:30 Uhr
