Remscheider Waffenhändler: Anklagen noch in diesem Monat erwartet
00:35 Min.. Verfügbar bis 05.03.2028.
Das Ganze ist und bleibt ein Ausnahmefall für Polizei und Staatsanwaltschaft: Der Fund einer eher "musealen" Waffenkammer in den Räumen, die eigentlich eine Auto-Werkstatt berherbergen, sorgte schon für großes Erstaunen bei den Ermittlern. Und das hielt an: Hinter versteckten Zugängen fanden sich drei weitere Kammern - mit zum Teil gefährlichen scharfen Waffen.
Massen an Waffen
Der Wuppertaler Polizeipräsident Röhrl sagte vor Ort: "Ich persönlich habe sowas in meinem Leben noch nicht gesehen." Allein die Bestandsaufnahme dauerte Wochen, die LKW zum Abtransport gaben sich dann die Klinke in die Hand.
Eile bei Ermittlungen geboten
Seitdem laufen die Untersuchungen. Und sollten bald beendet sein: Gesetzlich ist es so, dass innerhalb eines halben Jahres nach Verhaftung Anklage erhoben werden muss. Bleibt das aus, könnte der Haftbefehl aufgehoben werden müssen.
Von daher ist es erklärtes Ziel der Wuppertaler Staatsanwaltschaft, noch im März den Weg zum Landgericht anzutreten. Die Vorwürfe: Massive Verstöße gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz. Letzteres in einem bisher in NRW wohl nicht gekanntem Umfang. Die Straferwartung im Fall einer Verhaftung ist entsprechend hoch.
Drei Remscheider Beschuldigte
Mit dem bei seiner Festnahme 59-jährige Remscheider sind noch zwei weitere Männer im Fadenkreuz der Ermittlungen. Und die sind noch längst nicht beendet: Werkzeuge und eine Werkbank in den Waffenkammern deuten daraufhin, dass der Hauptangeklagte eigentlich funktionslose Waffen wieder scharf gemacht hat. Für wen? Und woher kamen die vielen "echten" Maschinengewehre? Wer waren da die Abnehmer?
Dazu macht die Staatsanwaltschaft auf WDR-Nachfrage keine Angaben. Das sei der absolute Schwerpunkt der weiter andauernden Ermittlungen.
Unsere Quellen:
- Staatsanwaltschaft Wuppertal
Sendung: WDR.de, Remscheider Waffenhändler: Anklagen noch in diesem Monat erwartet, 05.03.2026, 14:03 Uhr