DPD liefert Stolpersteine nicht

Stolpersteine für Würselen Verlegung mit Hindernissen

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Schüler des Heilig-Geist-Gymnasiums in Würselen haben heute die ersten von 25 Stolpersteinen verlegt. Die echten Stolpersteine sind beim Versand hängengeblieben. Da sind die Schüler richtig kreativ geworden.

Der beauftragte Paketdienst konnte die Steine nicht rechtzeitig liefern. Anstelle der Stolpersteine nutzen die Schüler einfach Kieselsteine, die sie in Würselen verlegen. Später sollen sie dann durch die richtigen Stolpersteine ersetzt werden. Die Steine erinnern an jüdische Bürger aus Würselen-Broichweiden, die von den Nazis ermordet wurden.

Insgesamt 25 Stolpersteine geplant

Zusammen mit der Geschichtswerkstatt Würselen wollen die Schüler des Heilig-Geist-Gymnasiums ein deutliches Zeichen gegen das Vergessen setzen. Dabei haben sie sich ein großes Ziel gesetzt: Insgesamt 25 Stolpersteine sollen in den nächsten Monaten verlegt werden. Nicht nur in Broichweiden, sondern auch in Jülich.

Auch Nachfahren dabei

DPD liefert Stolpersteine nicht

Vor Ort wurden erst mal nur symbolische Steine verlegt

Bei der Stolpersteinverlegung heute in Würselen sind auch Nachfahren der Menschen dabei, die von den Nazis vor rund 80 Jahren ermordet worden waren, zugeschaltet per Handy aus Israel und selbst direkt vor Ort. Einer davon ist Klaus Maassen. Er nennt sich selbst bei der Gedenkveranstaltung "den letzten Juden von Broichweiden". Von den Juden von damals sei nämlich niemand mehr da, sagt er. Seine Urgroßeltern Karl Rubens und Hannetta Rubens und die Verwandten lebten bis zu ihrer Deportation in einem alten Backsteinbau an der Hauptstraße 105.

Angehörige: "Egal ob Steine da sind oder nicht"

Portrait von Klaus Maassen

Klaus Maassen, Angehöriger von Carl und Hannetta Rubens

Klaus Maassen ist es wichtig, an seine Vorfahren zu erinnern. Dass die Stolpersteine heute nicht da sind, interessiert ihn nicht. Es seien halt nur Steine. Wichtig sei die Erinnerung, damit sich solche Gräueltaten wie damals nicht wiederholten. Die Ursache damals sei nicht das Jahr 1933 gewesen, sondern der Mensch an sich. Auch im Hier und Jetzt seien Menschen in ihrem Denken beeinflussbar. Deswegen sei es wichtig, kontinuierlich daran zu arbeiten, besser zu sein, in einem anhaltenden Prozess, der sich Leben nennt, so Maassen.

Die Stolpersteinverlegung ist eine Aktion des Kölner Künstlers Gunter Demnig. Seit 1996 verlegt er bundesweit die Stolpersteine zur Erinnerung an Opfer in der Zeit des Nationalsozialismus.

Warum die eigentlichen Stolpersteine nicht verlegt wurden

WDR 10.06.2026 00:25 Min. Verfügbar bis 09.06.2028 WDR Online

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Hinweis der Redaktion, 10.06.2026, 20.17 Uhr: In einer früheren Version des Textes stand, dass Stolpersteine an der Villa Buth in Jülich verlegt werden. Tatsächlich werden die Stolpersteine an den früheren Wohnorten der Opfer verlegt. Die Villa Buth war ein Sammellager, über das jüdische Bürger später deportiert wurden. Wir haben den Text entsprechend korrigiert.

Unsere Quellen:

  • Beobachtungen bei Stolpersteinverlegung vor Ort
  • Gespräche mit Klaus Maassen als Angehörigen
  • Geschichtswerkstatt Würselen
  • Frank-Matthias Mann, Assistent von Gunter Demnig

Sendung: WDR.de, Warum die eigentlichen Stolpersteine nicht verlegt wurden, 10.06.2026, 15:35 Uhr

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