Schüsse in Wassenberg: das Opfer war Mitglied der Hells Angels

WDR 02:37 Min. Verfügbar bis 18.05.2028

Schüsse in Wassenberg Opfer war Mitglied bei den Hells Angels

Stand:

Eine Woche nach den tödlichen Schüssen auf einen Mann in Wassenberg, hat die zuständige Staatsanwaltschaft Aachen erste Details bekannt gegeben. Der 37-Jährige mit türkischer Staatsbürgerschaft war Mitglied bei den Hells Angels. Die Spur führt in diesem Fall also ins Rockermilieu.

Noch immer ist das Haus in einer beschaulichen Wohnsiedlung im Wassenberger Stadtzentrum versiegelt. Auch der Wagen mit Einschusslöchern steht noch immer in der Einfahrt. "Die Abteilung für Organisierte Kriminalität und auch eine Mordkommission haben federführend die Ermittlungen aufgenommen", erklärte Oberstaatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts dem WDR. Zum Motiv könne man weiterhin nichts sagen.

Haus des Opfers gesichert

Eine Einfahrt

Der Hinterhof des Opfers

Das Haus des Opfers gleicht einer Festung: eine meterhohe Mauer, überall hängen Kameras. Das passt so gar nicht in das Straßenbild. Nachbarn hatten der Polizei erzählt, dass sie das Opfer häufiger in der Kutte der Hells Angels gesehen haben. Den Täter können sie nicht beschreiben. Dieser sei maskiert gewesen. Weiterhin sind viele Fragen in dem Fall noch völlig offen. 

Schütze unbekannt

Die Tat ereignete sich am vergangenen Montag. Gegen 20 Uhr gehen bei Polizei und Feuerwehr mehrere Notrufe ein. Menschen haben Schüsse gehört. Als die Einsatzkräfte eintreffen, ist das Hells Angels-Mitglied bereits tot. Der Mann liegt erschossen in der Einfahrt. "Bisher haben wir keine Spur von Tätern und es hat auch keine Festnahme gegeben", sagt die Staatsanwaltschaft Aachen weiter. Ermittlungen im Rockermilieu sind erfahrungsgemäß schwierig. Hier gilt der Ehrenkodex - keine Zusammenarbeit mit Staatsanwaltschaft und Polizei. Konflikte regeln die Gruppierungen unter sich.

Droht ein Rockerkrieg?

In den sozialen Netzwerken wird vermutet, dass der 37-Jährige Opfer eines Konfliktes in der Rockerszene geworden sei. Die Aachener Polizei will sich auf Anfrage dazu nicht äußern. Laut Landeskriminalamt haben die Hells Angels in Nordrhein-Westfalen rund 470 Mitglieder. Sie gelten als internationale Outlaw Motorcycle Gang - also im Klartext: als eine gesetzlose Motorradbande.

Unsere Quellen:

  • Staatsanwaltschaft Aachen
  • Polizei Aachen

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Aachen, 18.05.2026, 19:30 Uhr

Weitere Beiträge aus dem Kreis Heinsberg

1 / 2