Opfer hilflos zurückgelassen : Dürener wegen Fahrerflucht vor Gericht
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Versuchter Totschlag, fahrlässige Tötung und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort - das wirft die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach einem 35 Jahre alten Mann aus Düren vor. Heute beginnt vor dem Landgericht Mönchengladbach der Prozess.
Es war der 12. September im vergangenen Jahr. Gegen 2:50 Uhr geht ein Mann auf einer Kreisstraße zwischen Erkelenz und Hückelhoven nach Hause. Ankommen wird er nie, er wird von einem Pkw erfasst. Der Aufprall ist so heftig, dass der Mann in ein angrenzendes Feld geschleudert wird. Er erleidet einen Schädelbasisbruch und stirbt noch an der Unfallstelle. Der Autofahrer entfernt sich vom Unfallort, ohne Hilfe zu leisten oder zu rufen.
Autoteile helfen bei Suche
Staatsanwaltschaft Mönchengladbach
Für die Staatsanwaltschaft ist klar: Aufgrund der Wucht hätte der Fahrer den Unfall bemerken müssen. Und - so heißt es in der Anklage weiter - auch mit schwersten Verletzungen bei dem Opfer rechnen müssen. Die Polizei kann an der Unfallstelle Autoteile sichern. Die Ermittler finden heraus, dass es sich bei dem Unfallwagen um einen Nissan Qashqai handelt. Die Suche nach dem Fahrzeug beginnt.
Entscheidender Hinweis
Den entscheidenden Hinweis gibt eine Frau. Sie berichtet davon, dass der Wagen in einem Hinterhof in Düren steht, mit einer Plane zugedeckt. Hier wohnt der 35-jährige Angeklagte. Die Polizei ist sich sicher, das stark beschädigte Auto ist der Unfall-Pkw. Insgesamt sechs Verhandlungstage sind für den Prozess angesetzt. 27 Zeugen sollen befragt werden. Ungewöhnlich für einen solchen Prozess - offenbar gibt es noch viele offene Fragen. Das Urteil wird Anfang Juni erwartet.
Unsere Quellen:
- Landgericht Mönchengladbach
Sendung: WDR.de, 35-jähriger Dürener vor Gericht, 27.05.2026, 05:30 Uhr