Vorrat knapp - Jülich ruft zum Wassersparen auf

WDR 01:50 Min. Verfügbar bis 26.05.2028

Trinkwasser in Jülich knapp Wasserwerk Aldenhoven springt ein

Stand:

Weil die Trinkwasservorräte in Jülich knapp werden, bitten die Stadtwerke die Anwohner dringend um "sehr sparsamen" Wasserverbrauch.

Von
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Arndt Lorenz
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Nina Magoley

Am vergangenen Sonntag standen die Füllstände der Jülicher Wasserspeicher auf Rot. Deswegen gaben die Stadtwerke eine Eilmeldung heraus: "In Jülich wird das Wasser knapp", heißt es dort. Anwohner werden dringend gebeten, "sehr sparsam" beim Wasserverbrauch zu sein. Weiter heißt es: "Bitte wässern Sie nicht den Rasen und befüllen Sie keine Pools." Auch im Haushalt solle sehr bewusst mit der Ressource Wasser umgegangen werden.

Wasserverbrauch "rasant erhöht"

Grund für die Knappheit ist wohl das heiße Wetter. Durch die hohen Temperaturen der vergangenen Tage habe sich der Wasserverbrauch "rasant deutlich erhöht" und sei derzeit "beinahe durchgehend auf höchstem Niveau". Dadurch würden die Vorräte knapp.

"Wir haben unsere eigenen Tiefbrunnen, die Wasser aus einer Tiefe von 130 Metern befördern", erklärt Uwe Macharey, Technischer Leiter der Jülicher Stadtwerke. Zwar gebe es zwei große Reservoirs, in denen bis zu 5.000 Kubikmeter Wasser gespeichert werden können. Diese Vorräte würden aber zunehmend sinken, so Macharey.

Aldenhoven springt bei Wasserlieferung ein

Das Wasserwerk in Aldenhoven kann der Nachbarkommune helfen und hat jetzt die Versorgung der Jülicher Stadtteile Kirchberg, Bourheim und Koslar übernommen. Das entlaste die Trinkwasserversorgung in Jülich. So könne sich der Wasserstand der Trinkwasserspeicher besser erholen, sagen die Jülicher Stadtwerke.

In den sozialen Netzwerken wird das Thema in Jülich auch heiß diskutiert. Unter anderem wunderten sich Bürger darüber, dass das Wasser zum Teil bräunlich gefärbt ist. Der Grund ist nach Angaben der Stadtwerke, dass das Wasser aus Aldenhoven aus einer anderen Richtung fließt und dadurch Ablagerungen in Leitungen gelöst wurden. Dies sei aber unbedenklich.

Trinkwasser-Talsperren in der Eifel haben genügend Wasser

Der Wasserverband Eifel-Rur hat in seinen Talsperren in der Eifel genügend Wasser. Die angeschlossenen Kommunen wie Aachen und Düren haben genügend Wasser, wie Pressesprecher Marcus Seiler sagt. Jülich geht einen anderen Weg und bezieht sein Trinkwasser mit Tiefbrunnen aus den Grundwasserschichten. Um das Wassernetz der Talsperren zu nutzen, müssten andere und teurere Filteranlagen gebaut werden.

Besonders nachts hoher Verbrauch

Gerade in den Nachtstunden, in denen sich die Wasserspeicher normalerweise nachfüllen, habe sich der Verbrauch in den vergangenen Tagen mehr als verdoppelt, melden die Jülicher Stadtwerke.

Wie lang die Wasserknappheit in Jülich andauern wird, sei zurzeit nur schwer vorherzusagen und abhängig vom Wetter der kommenden Tage.

Trinkwasser in Jülich wird knapp

WDR 26.05.2026 00:45 Min. Verfügbar bis 25.05.2028

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Unsere Quellen:

Sendung: 1LIVE, Infos, 25.05.2026, 16:00 Uhr
Sendung: WDR.de,
Vorrat knapp - Jülich ruft zum Wassersparen auf, 26.05.2026, 19:09 Uhr

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