Person hält eine Zapfpistole in der Hand und betankt ein Auto

Niedrige Spritpreise: So kann man jetzt beim Tanken sparen

Stand:

Die Spritpreise sind gerade niedrig. Auch an Pfingsten rechnet der ADAC nicht mit Preissprüngen und gibt Tipps zum Sparen.

Super kostete gestern in NRW zwischen 1,66 Euro und 1,69 Euro. Bei Diesel ist die Spanne noch größer mit 1,43 Euro bis 1,52 Euro. Generell sind damit die Spritpreise für Verbrennerfahrzeuge vergleichsweise gering. Das liegt daran, dass der Ölpreis seit Wochen recht niedrig ist als Folge der schwächelnden Wirtschaft. Es wird weniger produziert, weniger Energie benötigt und dadurch weniger Öl nachgefragt.

Sinkender Ölpreis sorgt für niedrige Spritpreise

Zugleich haben die OPEC-Länder gerade beschlossen, die Fördermengen noch auszuweiten. Der im Vergleich zum Euro günstige Dollar drückt den Ölpreis weiter. Davon profitieren Autofahrerinnen und Autofahrer an den Zapfsäulen.

aktuelle Spritpreise an Tankstellen

WDR Studios NRW 03.06.2025 03:01 Min. Verfügbar bis 03.06.2027 WDR Online

Auch für Pfingsten rechnet der ADAC nicht damit, dass die Preise wesentlich steigen werden, sagt Sprecher Andreas Hölzel: "Das ist schon länger vorbei, dass zum Wochenende oder zu Feiertagen hin die Preise steigen. Wir haben eher im Tagesverlauf relativ viele Bewegungen."

Tankstellen ändern rund 20 Mal am Tag ihre Preise

Inzwischen verändern Tankstellen ihre Preise etwa 20 Mal am Tag. Sie sind verpflichtet, in Echtzeit ihre Preise online an das Bundeskartellamt zu melden. Dadurch können Verbraucherinnen und Verbraucher bei verschiedenen Apps sehen, welche Tankstelle in ihrer Nähe gerade die günstigste ist.

Das führt aber auch dazu, dass sich die Tankstellen gegenseitig beobachten und ihre Preise immer wieder sowohl nach oben als auch unten anpassen.

ADAC-Tipp: Gegen 19 Uhr ist Tanken am günstigsten

Eine Regelmäßigkeit nehmen der ADAC sowie auch die Forscherinnen und Forscher des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) wahr- es gibt Tageszeiten, zu denen das Tanken stets günstig oder stets teuer ist, wie HWWI-Rohstoffexpertin Lea Bernhardt erklärt: "Am günstigsten ist es abends kurz vor 19 Uhr und dann nochmal kurz vor 22 Uhr. Am teuersten spät in der Nacht und ganz früh am Morgen."

Zapfsäulen an einer Tankstelle

ADAC: Möglichst am Vorabend einer Reise tanken

Darum rät der ADAC beispielweise am Vorabend einer Reise oder auf dem Heimweg von der Arbeit zu tanken. Und möglichst nicht auf der Autobahn. Denn dort ist es fast immer teurer. Inwieweit die zunehmenden E-Autos bereits eine Konkurrenz für die Tankstellen darstellen, ist für eine Analyse noch zu früh, sagt Bernhardt. Bisher war der Anteil an E-Autos für eine Untersuchung noch zu gering. Das wird sich aber absehbar ändern.

Tanken im Ausland mal günstiger, mal nicht

Ob es in Grenznähe besser ist noch in Deutschland oder im Ausland zu tanken, hängt vom Nachbarland ab. In Richtung Süden ist es in Österreich billiger als in Deutschland. An der Grenze zu Frankreich gibt es keine großen Unterschiede.

In den Niederlanden ist es öfter mal teurer, das muss aber nicht sein. In Luxemburg ist es wiederum deutlich billiger. In Polen und Tschechien gibt es das billigste Benzin in der näheren deutschen Umgebung. Und wer Richtung Norden fährt, sollte vorher den Tank auffüllen, denn in Dänemark ist der Sprit erheblich teurer.

Unsere Quellen:

  • ADAC-Sprecher Andreas Hölzel
  • HWWI-Rohstoffexpertin Lea Bernhardt
  • Bundesverband freier Tankstellen

Weitere Beiträge zum Thema Ratgeber

1 / 2