Neuer Kölner OB Burmester: „Ich bleibe der Mensch, der ich bin."
08:14 Min.. Verfügbar bis 29.09.2027.
Neuer Kölner OB Burmester: „Ich bleibe der Mensch, der ich bin."
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In Köln stellt die SPD nach zehn Jahren wieder den Oberbürgermeister: Torsten Burmester holte in der Stichwahl 53,5 Prozent.
Von Sabine Büttner
Hände schütteln, kurze Gespräche, Selfies machen – am Tag nach der Stichwahl ist Torsten Burmester in der Nähe seines Wahlkampfbüros auf der Kalker Hauptstraße unterwegs und wird immer wieder von Menschen gegrüßt. Der SPD-Politiker hatte schon im Wahlkampf auf persönliche Ansprache gesetzt – und will das beibehalten.
„Ich bleibe der Mensch, der ich bin, und gehe auf die Menschen zu. Das was sich als Erfolgsrezept herausgestellt hat im Wahlkampf, werde ich weiterführen", so Burmester gegenüber dem WDR. Auch als OB wolle er nahbar bleiben und für die Menschen ansprechbar.
„Gut geschlafen habe ich nicht“
In der Stichwahl am Sonntagabend hatten 53,5 Prozent der Wähler für Burmester gestimmt – zur Wahlparty ging es in ein Brauhaus in der Kölner Altstadt, wo Burmester mit tosendem Applaus empfangen wurde. Bis in den Abend wurde gefeiert. Gut geschlafen habe er nicht, erzählt Burmester, „weil man doch merkt: Die Probleme der Stadt sind da, die sind auf der Schulter.“ Jetzt gehe es nach vorn und man müsse sich konzentrieren auf die Sachen, die man auch umsetzen kann.
Agenda für die ersten 100 Tage im Amt
Das Thema Sicherheit und Sauberkeit sei ein ganz entscheidendes. „Dort müssen wir schnell agieren und innerhalb der ersten 100 Tage wirksame Maßnahmen umsetzen". Burmester setzt sich zum Beispiel für eine stärkere Präsenz von Polizei und Ordnungsamt an Hotspots ein und eine „City-Wache“.
Koalitionsgespräche für den Stadtrat
Im November wird der 62-Jährige offiziell die Amtsgeschäfte übernehmen. Bis dahin geht es außerdem darum, im Kölner Stadtrat eine stabile Mehrheit auf die Beine zu stellen. Die Grünen sind mit 22 Sitzen stärkste Kraft, die SPD hat 18 Sitze plus den des OB.
Durch Burmesters Wahl werden die Sozialdemokraten gestärkt, es braucht aber einen weiteren Koalitionspartner: „Das Ergebnis hat gezeigt, dass man den Stadtrat zusammenführen muss. Das will ich ganz schnell tun und Gespräche mit den Fraktionen führen“, so Burmester.
Dann geht es für ihn an eine Vielzahl an Problemen, wie er sagt, denn in den vergangenen Jahren habe sich in Köln einiges angehäuft: „Infrastruktur, Verwaltung, Wohnen, das Thema Sicherheit“. All das anzugehen, erfordere einen Plan, so Burmester. Und er verspricht: „Ich habe den!“
Quellen:
- Interview mit Torsten Burmester
- Stadt Köln