Mietpreisbremse NRW: Wie läuft's?
Aktuelle Stunde . 02.03.2026. 21:06 Min.. UT. Verfügbar bis 02.03.2028. WDR. Von Marius Schneider.
Ein Jahr Mietpreisbremse in NRW: Wie viel hat sie gebracht?
Stand:
Seit einem Jahr gibt es in 57 NRW-Kommunen die Mietpreisbremse. Wie der Markt aktuell aussieht und was die Mitpreisbremse bringt.
Von Lukian Ahrens
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Zu den Kommentaren [9]Im vergangenen Jahr wurde die Mietpreisbremse in NRW von 18 auf 57 Kommunen ausgeweitet. Seit dem 1. März 2025 gilt sie daher auch in Städten wie Dortmund, Bielefeld und Aachen.
Funktioniert der Mechanismus der Mietpreisbremse? Sind die Auswirkungen in NRW bereits zu sehen? Und was könnt Ihr tun, wenn Eure Miete zu hoch ist? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Wie funktioniert die Mietpreisbremse?
Die Mietpreisbremse gibt es in einigen NRW-Kommunen bereits seit 2015. Der Mechanismus ist simpel: Mieten dürfen dort nur alle drei Jahre um maximal 15 Prozent steigen. Bei neuen Mietverträgen gilt die Preisgrenze von maximal 10 Prozent über der ortsüblichen Miete.
Vergangenes Jahr wurde die Mietpreisbremse im Bundestag mit Stimmen von Union, SPD und Grünen bis Ende 2029 verlängert. Sie wäre ansonsten Ende 2025 ausgelaufen. In welchen Kommunen die Mietpreisbremse gilt, ist allerdings Ländersache.
Clemens Fuest, Präsident des Ifo-Instituts
"Die Mietpreisbremse sorgt da für einen etwas langsameren Anstieg der Mieten, wo der Wohnungsmarkt besonders angespannt ist", erklärt Prof. Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, dem WDR. Ob das in NRW geklappt hat, müsse allerdings erst noch wissenschaftlich überprüft werden.
Wie steht es aktuell um den Wohnungsmarkt in NRW?
In den 57 NRW-Kommunen, in denen seit einem Jahr die Mietpreisbremse gibt, ist der Wohnungsmarkt laut einem Gutachten, das vom NRW-Bauministerium in Auftrag gegeben wurde, "angespannt". Insgesamt sind die Mieten in NRW zwischen 2014 und 2024 um 49,4 Prozent gestiegen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion vom September 2025 hervor.
Demnach lag die Nettokaltmiete in NRW 2014 durchschnittlich bei 6,39 Euro pro Quadratmeter und stieg bis 2024 auf 9,55 Euro an. Besonders hoch waren die Mieten laut Bundesregierung 2024 in Köln (14,15 Euro pro Quadratmeter netto/kalt), Münster (13,81 Euro) und Düsseldorf (12,99 Euro). Die niedrigsten Mieten gab es in Gelsenkirchen (6,72 Euro), Herne (7,29 Euro) und Hamm (7,35 Euro).
Sind die Auswirkungen der Mietpreisbremse bereits zu sehen?
Für Städte wie Aachen, Bielefeld oder Dortmund, in denen die Mietpreisbremse erst seit einem Jahr gilt, gibt es bislang noch keine Bilanz. "Die Mietpreisbremse hat in Dortmund sicherlich noch keinen durchschlagenden Wechsel in der Preisdynamik erreicht. Erste kleine Effekte lassen sich aber schon erkennen", hieß es Ende vergangenen Jahres vom Mieterverein Dortmund.
So seien beispielsweise zur Einführung der Mietpreisbremse Angebote von großen Wohnungsunternehmen nach unten korrigiert worden. "Mietervereine aus anderen Städten berichteten uns, dass der Effekt der Mietpreisbremse mit den Jahren stärker wird und sich auch mehr Mieter aktiv gegen hohe Mieten wehren", so der wohnungspolitische Sprecher des Mietervereins Markus Roeser im November 2025.
"Man kann schon davon ausgehen, dass das eine gewisse Wirkung entfaltet", sagt auch Fuest über die Auswirkungen der Mietpreisbremse. Das sei vor allem in Städten der Fall, in denen der Wohnungsmarkt besonders angespannt ist. "In Nordrhein-Westfalen, zum Beispiel in Köln, Bonn oder Münster." In diesen Städten gilt die Mietpreisbremse bereits seit 2015. Trotzdem sind die Mieten hier in den letzten Jahren stark gestiegen.
Funktioniert die Mietpreisbremse?
Erik Uwe Amaya, Haus & Grund Düsseldorf
Funktioniert die Mietpreisbremse also gar nicht? "Nein, die Mietpreisbremse hat überhaupt nichts gebracht", sagt Erik Uwe Amaya, Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland Westfalen. "Auch die Ausweitung der Mietpreisbremse in NRW hat keine Wirkung entfaltet, da wir ja dennoch feststellen, dass die Mieten steigen."
Seiner Erfahrung nach würde es nur ganz wenige Fälle geben, in denen die Mietpreisbremse eine Anwendung fände, da der überwiegende Teil der Vermieter die ortsübliche Vergleichsmiete bereits beachten würde.
Claus Nesemann, Geschäftsführer des Mietervereins Düsseldorf
Mietervereine sehen das jedoch anders. Für die neuen Kommunen könne man zwar noch keine Bilanz ziehen, aber "was die 18 Städte anbelangt, die schon vorher mit dabei waren, wie Düsseldorf, kann man schon sagen, dass sich die Mietpreisbremse lohnt", sagt der Geschäftsführer des Mietervereins Düsseldorf, Claus Nesemann, dem WDR. "Wir gehen davon aus, dass die Preise noch weiter steigen würden, wenn es keine Mietpreisbremse gäbe."
Welche Kritik gibt es an der Mietpreisbremse?
Laut Fuest verstärkt die Mietpreisbremse die Wohnraumknappheit. "Indem man den Mietanstieg begrenzt, kommt es dazu, dass weniger Wohnungen zur Verfügung gestellt werden", so der ifo-Chef. Auch würden die Preise für Neubauwohnungen und Bestandsmieten wegen der Mietpreisbremse auseinanderfallen. "Das führt dann dazu, dass Menschen, deren Wohnung zu groß geworden ist, trotzdem nicht ausziehen, weil sie Angst haben, keine neue Wohnung zu finden."
Seiner Meinung nach würde die Mietpreisbremse nur die Leute schützen, die bereits eine Wohnung besäßen. Die Wohnungsknappheit in Deutschland könne nur überwunden werden, wenn mehr Wohnungen gebaut werden und der Bestand besser genutzt wird.
Hans-Jochem Witzke, Vorsitzender des Deutschen Mieterbundes NRW
"Wir sehen in der Mietpreisbremse kein Hindernis, Neubau zu betreiben", sagt Hans-Jochem Witzke, Vorsitzender des Deutschen Mieterbundes Nordrhein-Westfalen (DMB-NRW) dazu. "Die Mieten sind in den Ballungszentren auskömmlich und lohnen die Investition." Er hat einen ganz anderen Kritikpunkt an der Ausgestaltung der Mietpreisbremse - und zwar die zahlreichen Ausnahmen.
Zum Beispiel gilt die Mietpreisbremse nicht für Neubauwohnungen, grundlegend modernisierte Wohnungen oder Kurzzeitmietverträge. "Nachvollziehbar ist das sicherlich nicht", so Witzke. Zudem müsste die Mietpreisbremse in NRW in viel mehr Kommunen gelten und nicht nur in den jetzigen 57. "Wir würden uns wünschen, dass bei der nächsten Revision mehr Kommunen unter die Mietpreisbremse fallen."
Was kann ich tun, wenn meine Miete zu hoch ist?
Wer das Gefühl hat, dass die eigene Miete nicht mit der Mietpreisbremse vereinbar ist, kann das ganz einfach selber nachschauen. Auf den Webseiten der eigenen Kommune findet man in der Regel den Mietspiegel. Wenn die Miete mehr als zehn Prozent über dem Mietspiegel liegt, dann sollte man das dem Vermieter oder direkt dem zuständigen Wohnamt melden. Bei einem Verstoß gegen die Mietpreisbremse drohe zwar kein Bußgeld, sagt Nesemann. "Schlimmstenfalls muss der Vermieter das Geld allerdings zurückzahlen." Und das bis zu drei Jahre im Nachhinein.
Wenn die Miete allerdings über 20 Prozent über dem ortsüblichen Niveau liegt, spricht man von Mietpreisüberhöhung und die stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Bei einem Aufschlag von 50 liegt Mietwucher vor und der kann sogar strafbar sein.
Die Linkspartei bietet mit ihrer Mietwucherapp an, die Miete prüfen zu lassen. Liegt eine Mietpreisüberhöhung vor, dann wird der Fall direkt an das zuständige Amt weitergeleitet. Dieses ist verpflichtet, die Meldung zu prüfen. Einen ähnlichen Service gibt es vom Mieterverein Düsseldorf. Dort kann man überzogene Mieterhöhungen oder gar Mietwucher direkt über ein Onlinetool bei der Wohnungsaufsicht der Stadt anzeigen. Laut Nesemann haben das seit 2024 auch schon mehr als 1.000 Menschen gemacht.
"Wir würden uns wünschen, dass noch mehr Mieterinnen und Mieter ihre Rechte durchsetzen würden", sagt Nesemann. Denn leider würden Mieter sehr zögerlich mit der Anzeige beim Wohnamt vorgehen. Viele seien einfach nur froh, eine Wohnung gefunden zu haben, und wollten keinen Streit mit dem Vermieter riskieren.
Hinweis der Redaktion (02.03.2026, 12.45 Uhr): In einer früheren Version des Textes wurde Erik Uwe Amaya irrtümlich der Haus & Grund in Düsseldorf zugeordnet. Er ist aber Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland Westfalen. Wir haben das entsprechend korrigiert.
Unsere Quellen:
- WDR-Interview mit Prof. Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung
- WDR-Interview mit Erik Uwe Amaya, Haus und Grund Rheinland Westfalen
- WDR-Interview mit Claus Nesemann, Geschäftsführer Mieterverein Düsseldorf
- WDR-Interview mit Hans-Jochem Witzke, Vorsitzender des Deutschen Mieterbundes Nordrhein-Westfalen
- Pressemitteilung des Deutschen Mieterbunds NRW vom 20.11.2025
- Mitteilung des Deutschen Bundestags: Mietenanstieg in Nordrhein-Westfalen, 03.09.2025
- Studie im Auftrag des NRW-Bauministeriums: Gutachten zur Bestimmung von Gebieten mit einem angespannten Wohnungsmarkt, 29.05.2024
- Pressemitteilung der Linksfraktion im Bundestag vom 30.06.2025
Sendung: WDR.de, Ein Jahr Mietpreisbremse: Wie viel hat sie gebracht?, 01.03.2026, 16.36 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Aktuelle Stunde, 02.03.2026, 18.45 Uhr
9 Kommentare
Kommentar 9: Martin Schmidt schreibt am 03.03.2026, 05:28 Uhr :
Das grundlegende Problem, dass es viel zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt kann die Mietpreisbremse zwar nicht lösen, sie kann allerdings die übelsten Auswüchse von Wucher einschränken. Am grundlegenden Problem sind die unsinnigen Marktliberalen Experimente (der Markt kanns besser) von CDU/CSU und FDP. Jahrzehnte lang wurde bezahlbarer Wohnraum vernichtet und alberner Luxus Wohnraum geschaffen.
Kommentar 8: Maximilian schreibt am 02.03.2026, 16:41 Uhr :
2015 sind die Weichen für die desolate Situation gestellt worden. Politisch war es nicht gewollt, dass der Wohnungsmarkt entlastet wird. Deswegen wurden die Grenzen geöffnet. Wir hätten heute mehr Wohn- und Lebensqualität, wenn Merkel nicht Kanzlerin gewesen wäre. Merkel trägt übrigens auch einen "Problem-Pony", genauso wie "Armlänge Abstand" und "Wir haben Platz" Henriette Reker, die ehemalige Oberbürgermeisterin von Köln. Reker war übrigens in ihrem Vorleben Sozialdezernentin in Gelsenkirchen und war einbezogen an den Planungen der Arena auf Schalke. Klar, dass auch Schweinemäster Tönnies ein anderes Platzverständnis hat.
Antwort von Martin Schmidt , geschrieben am 03.03.2026, 05:19 Uhr :
Ach ja, die bösen Ausländer mal wieder. Wenn einem sonst nichts einfällt.
Kommentar 7: Christian schreibt am 02.03.2026, 15:04 Uhr :
So lange sich die Mietpreisbremse einerseits mittels Modernisierung, Möblierung und Kurzzeitmietverträgen umgehen lässt, und zudem Verstöße gegen sie letztlich ungeahndet bleiben, kann man sich den ganzen Zirkus auch einfach schenken. Da sieht man mal wieder, für was die Haus- und Grundbesitzer-Lobby - mitsamt der offenen Ohren, auf die sie bei Parteien wie CDU, CSU und FDP üblicherweise trifft - so alles gut ist. Bei einem Ladendieb käme absolut niemand auf die Idee, diesen einfach nur die gestohlene Ware zurückgeben, ihn ansonsten aber völlig unbehelligt zu lassen, und wenn ich beim Zoll Waren nicht deklariere, muss ich auch nicht nur Zoll und Steuern nachzahlen, sondern eine Strafe obendrauf. Verstöße gegen die Mietpreisbremse hingegen werden schlimmstenfalls mit der Zurückzahlung der zu Unrecht erhobene Mietanteile geahndet. Dass das keinen Vermieter zu deren Einhaltung motiviert, liegt ja wohl auf der Hand. Und dass es dafür handfeste Gründe gibt, ebenfalls.
Antwort von Flo , geschrieben am 02.03.2026, 21:46 Uhr :
Genau so ist es, absolut frustrierend und nicht einfach bedauerlich. Der „Abzocke“ Tür und Tor geöffnet und Airbnb lacht sich kaputt.
Kommentar 6: Franziska 1 schreibt am 02.03.2026, 14:50 Uhr :
„Warum einfache Bürger nicht mehr zu Eigentum kommen“? Die Rahmenbedingungen lassen es nicht zu, dass viele Bürger sich ein Wohneigentum leisten können. Hohe Immobilienpreise, hohe Grundstückspreise und massiv gestiegene Baukosten verhindern es. Eigentumserwerb wurde dadurch unattraktiv und kaum mehr machbar. Hohe steuerliche und finanzielle Gründe, da kann kein Wohnungseigentum geschaffen werden, wenn bei niedrigeren Einkommen eine Mietwohnung die einzig bezahlbare Alternative ist. Bei der Veralterung der Bürger im Land, welcher leere Geldbeutel kann noch bauen, ohne Sicherheit kein Kredit. Est fehlen viele staatliche vergünstigte Wohnräume mit einer Mietpreisbremse. Bei Mietwohnungen schaut es für die Vermieter anders aus, sie bekommen bessere Abschreibungsmöglichkeiten werden steuerlich bevorzugt. Reguläre Mieten verteuern sich dabei, was zu großen Lasten der Mieter wieder führt. Die hohen Energiepreise wegen die Macht- Kriege, fallen nicht so schnell runter wie ihre Raketen.
Antwort von Maximilian , geschrieben am 02.03.2026, 16:26 Uhr :
Ja, das finde ich auch. Bei vielen Menschen wird doch schon durch die Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Maklercourtage der Kreditrahmen gesprengt. Wer wenig Eigenkapital hat, muss auch noch höhere Zinsen zahlen.
Kommentar 5: Maximilian schreibt am 02.03.2026, 13:19 Uhr :
Wir sollten uns fragen, warum einfache Bürger nicht mehr zu Eigentum kommen. Die Fehler liegen im System. Im europäischen Vergleich haben wir eine sehr geringe Eigentumsquote. Vielleicht befördert eine sozialistische Politik sogar die Ungleichheit in der Gesellschaft. In Spanien könnte man ähnlich schlussfolgern.
Kommentar 4: Werner Sommer schreibt am 02.03.2026, 12:22 Uhr :
Mietpreise, Gewinne der Großanleger im Wohnungsmarkt, sollten sich an den Zinsen der Kleinsparer orientieren, nur wer soll , das durchsetzen die von uns auch noch gewählten Lobbyisten, bestimmt nicht ! Sollte in Mietpreisveralberung umbenannt werden.
Kommentar 3: Brigitta S. schreibt am 02.03.2026, 12:02 Uhr :
Jeder weitere Krieg kann die Energiepreise höher steigen lassen. Die Vermieter werden sie auf die Mieten umlegen. Sanierungen. Modernisierungen die nicht umfassend sind, kann der Mietpreis oberhalb der Preisdeckelung liegen. Bei der Mietpreisbremse gibt es viele Schlupflöcher. Zum Bsp. bei möblierten Wohnungen soll die Mietbremse gelten, aber der Vermieter kann einen Zuschlag verlangen, dadurch kann die Miete wieder höher werden. Eine gerechte Mietpreisbremse kommt somit für alle Mieter in Zukunft nicht zustande. Der Vermieter muss zwar die vorige Miete rechtzeitig offenlegen bei Veränderungen und von welcher gesetzlichen Ausnahmeregel er nun Gebrauch macht, aber es hindert nicht den Vermieter, die Miete nicht zu erhöhen. Wenn viele Ausnahmen bestehen, zugelassen werden durch das Mietgesetz, dann kann es nur zu Gunsten der Vermieter laufen, aber nicht für den Mieter. Die Nebenkosten werden nicht billiger im Land. Eine Preisbremse muss erst noch erfunden werden.
Kommentar 2: Sandra Schuber schreibt am 02.03.2026, 11:15 Uhr :
Das Problem lag, liegt doch bei „unseren“ Politprofis die alle Wohnungsbaugesellschaften verkauft haben, sowie die Lage durch unkontrollierte Zuwanderung verschärft haben, haftunglos wie immer, Beamteneid reine Makulatur!
Antwort von Brigitta S. , geschrieben am 02.03.2026, 12:51 Uhr :
Das mit dem Beamteneid, "sei reine Makulatur"! Erklären Sie das doch bitte Mal näher bei dem Thema!
Kommentar 1: Wohneigentümer schreibt am 02.03.2026, 10:23 Uhr :
Passt Angebot und Nachfrage nicht, findet sich immer ein Weg Bremsen auszubremsen. In der DDR hat eine Mietpreisbremse funktioniert, entsprechend sahen die Städte aus. Für mehr Angebot müsste man mehr bauen. Das hat man direkt und indirekt so teuer gemacht, dass sich selbst sehr teure Wohnungen kaum lohnen. Außerdem ist der Platz in Deutschland und NRW begrenzt. Entweder hat der Feldhamster ein zu Hause oder der Mensch. Und knappes Angebot an Bauland wirkt sich wieder auf die Baukosten aus. Dann bleibt nur noch die Betrachtung der Nachfrage übrig. Wir vermehren uns nicht. Die Bevölkerung wächst durch Zuwanderung, Migration als Mutter aller Problem nach Seehofer. So oder so sehe ich nicht wie man jemals wieder Gleichgewichte in private und Staatshaushalte bekommen will. Löhne und Abgaben können auch nicht unendlich wachsen, nach heutigen Preisen hätte ich auch keine Eigentumswohnung. Wir haben uns in eine Sackgasse manövriert.
Antwort von Maximilian , geschrieben am 02.03.2026, 11:43 Uhr :
Unsere Städte sehen im Bestand auch nicht besser aus, als die Gebäude damals in der DDR. Ich bin Team Feldhamster, weil Ackerflächen unsere Nahrungsgrundlage u. wertvolle Wasserspeicher sind. Aber es stimmt, dass die Migration den Wohnungsmarkt und alle sozialen Versicherungssysteme ins Wanken bringt. Es wird nicht zu wenig gebaut, wir haben zu viel Migration! Doch die Schicht der Mehrfamilienhausbesitzer profitiert exorbitant.
Antwort von Flo , geschrieben am 02.03.2026, 22:01 Uhr :
@ Maximilian: ich habe unlängst hier zu einem anderen Thema folgende These gelesen: eine Migrantenfamilie kauft ein sechs Familienhaus und bezieht eine Wohnung selbst. Die anderen vermietet sie an (ehemals) Bürgergeldempfänger. Ich spare mir Zwischenschritte und stelle fest, daß die in Deutschland steuerpflichtigen Personen das Haus bezahlen. Irgendwie verrückt bis „bekloppt“.