Eine geballte Ladung Kunst und Kultur, Musik und Open Air - dazu Aktionsflächen am ganzen Wochenende: das ist der Plan der Organisatoren in Düsseldorf. Am Samstag, 13. Juni, öffnen Museen, Galerien und Off-Spaces von 16 bis 24 Uhr und präsentieren ein abwechslungsreiches Programm – von etablierten Häusern bis hin zu noch nicht so bekannten Einrichtungen. Am Sonntag, 14. Juni, stehen dann Performance und Musik im Mittelpunkt, von 12 bis 17 Uhr.
In der Form gab es das bisher nicht, entsprechend gespannt ist man, wie die Menschen das Angebot annehmen. Zur Premiere des Art Walk Festivals öffnet zum Beispiel auch der Landtag seine Türen. Dort können Interessierte an einer Führung durch die landeseigene Kunstsammlung teilnehmen - Anmeldung vorausgesetzt. Seit 1949 kauft der Landtag Kunst an, und er tut das auch heute noch bei Werken, die einen Bezug zu NRW haben.
Raum der Stille
Außerdem kann man im Landtag Räume betreten, in die man normalerweise nicht hineinkommt, zum Beispiel den Pressekonferenzraum mit Blick auf die Kniebrücke, in dem eine große Fotografie von Rosemarie Trockel hängt. Oder den Raum der Stille, in den sich die Abgeordneten zurückziehen können. "Ein Raumkonzept mit weißen Wänden und reduziertem Mobiliar", sagt Elfi Zimmerling, die Kunsthistorikerin des Landtags.
Neu sind auch die Spaziergänge, die dem Walk Festival Leben einhauchen. Stadtromantiker starten zum Beispiel am Goethemuseum und flanieren durch den Hofgarten bis zur Maxkirche mit ihrer barocken Orgel. Da wartet dann Kantor Klaus Bählmann: "Wir musizieren mit dem Kammerchor Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy und Johannes Brahms. Und am Ende machen wir das Publikum selbst zum Protagonisten in einem Mitsingkonzert."
Kooperation und Kontakt
Die Chancen für einen Erfolg des Art Walk Festivals in Düsseldorf stehen jedenfalls gut, meint WDR-Kulturjournalistin Claudia Dichter. Alle Institutionen kooperierten eng zusammen und freuten sich, miteinander in Kontakt zu sein. Insbesondere wenn sie sich vorher noch nicht so gut kannten, weil sie aus verschiedenen Bubbles des Kulturuniversums kommen.