Ein legendäres Auto. Im elegant orange-roten Ferrari hat Michael Schumacher im Jahr 2000 zum ersten Mal die Formel 1-Weltmeisterschaft gewonnen. 25 Jahre später steht das Original in Oberhausen, neben anderen Boliden von den fünfziger Jahren bis heute. In der Ausstellung "Formula 1" erfährt man viel über die Geschichte des Rennsports. Als Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Rennen gefahren wurden, lag die Höchstgeschwindigkeit bei 42 Kilometern pro Stunde. Und es gab eine Pause, damit die Fahrer Mittagessen konnten.
Heute werden manche Rennen nicht mehr durch die Fahrer entschieden. Sondern durch die Technikcrew. Vor jeder Saison gibt es neue Regeln und Vorgaben. Dann wird getüftelt, an den kleinsten Details. Auch davon erzählt die Ausstellung anhand von vielen Beispielen. Sie werden so erklärt, dass nicht nur Technikfreaks verstehen, welche Reifen für welchen Parcours die besten sind.
Beeindruckend ist ein ausgebranntes Wrack. Es sind die Reste eines Rennwagens, mit dem vor fünf Jahren der Franzose Romain Grosjean einen spektakulären Unfall gebaut hat. Er hat den Horrorcrash überlebt, aufgrund moderner Sicherheitsmaßnahmen. Wenn man sich die verkohlten Trümmer anschaut, ist das kaum vorstellbar.
Wer sich danach dennoch ans Steuer setzen will, hat an Simulatoren die Gelegenheit. Mit Kopfhörern bekommt man Originalgeräusche auf die Ohren, Bildschirme zeigen einem die Piste, über die man rast. Diese Station müssen die Besucher allerdings extra buchen. Im Eintrittspreis enthalten ist eine spektakuläre Filmprojektion auf mehreren Wänden. Da steht das Publikum im Raum und erlebt rundherum den ganzen Trubel rund um ein Rennen, den Boxenstopp, das Publikum und natürlich das Rennen selbst. Auch wer kein Motorsportfan ist, bekommt in dieser Ausstellung eine Ahnung von der Faszination der Formel 1.
Termine
Vorraussichtlich bis 1. Februar 2026.
Weitere Ausgehtipps
Sendung: WDR.de, WDR 4 Kulturtipp, 03.12.2025, 10 Uhr.