Funken sprühen, Maschinen hämmern – ein Teil des Musicals "Flashdance" spielt in einem Stahlwerk. Dort arbeitet Alex als Schweißerin und träumt von einer Zukunft als Tänzerin. Nach Feierabend tanzt sie in einer Bar, ihr Ziel ist es, im Konservatorium vortanzen zu dürfen. Die Geschichte von Alex hat in den achtziger Jahren das Kinopublikum begeistert. Nun sorgt die Musicalfassung von "Flashdance" für ausverkaufte Vorstellungen im Theater Hagen. Um Karten sollte man sich frühzeitig kümmern.
Schon im Film gab es einige Hits – "What a Feeling" und "Maniac" sind Ohrwürmer. Für das 2008 uraufgeführte Musical haben die Macher noch einige bekannte Songs aus der Zeit dazugenommen. "I love Rock´n´Roll" oder "Gloria" passen perfekt zur Geschichte. Zwei Nachtclubs fechten einen heftigen Konkurrenzkampf aus. Einer steht kurz vor der Pleite und kann manchmal die Tänzerinnen nicht bezahlen. Der andere lockt mit guten Gagen – allerdings gehören hier erotische Dienstleistungen über die Tanzshow hinaus zum Job.
Eine der Freundinnen von Alex geht dabei fast vor die Hunde. Sarah Steinemer singt und spielt diese Gloria mit viel Energie und dem Mut, sich hemmungslos verheult und verzweifelt zu präsentieren. Dieses Musical führt nicht in eine Traumwelt. Es zeigt Menschen, die hart arbeiten müssen, um überleben zu können, den ständigen Druck, Leistung zu bringen.
Alex hat einen reichen Freund. Aber sie will nicht, dass er seine Beziehungen spielen lässt und sein Portemonnaie öffnet, um ihr einen Vorteil zu verschaffen. Juliette Lapouthe spielt eine Frau mit großem Ehrgefühl, viel Leidenschaft und großer Bodenständigkeit. All das packt sie in ihren Tanz. Die Inszenierung von Florian Mahlberg begeistert durch eine starke Ensembleleistung, ein abwechslungsreiches Bühnenbild und eine tolle Live-Band.
Termine
10., 11. Januar
28. Februar
12. März
4., 18. April im Theater Hagen
18. Januar und 14. März Gastspiele im Konzert Theater Coesfeld
Weitere Ausgehtipps
Sendung: WDR.de, WDR 4 Kulturtipp, 30.12.2025, 13 Uhr.