Farbenfrohe, gehäkelte Korallenriffe in der Ausstellung "Expedition Weltmeere"

Ausstellung "Expedition Weltmeere" in Bonn

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Die Bundeskunsthalle zeigt eine Schau über die Tiefsee. Spektakulär sind virtuelle Tauchgänge in 3 000 Meter Tiefe.

Von Stefan Keim

Ausstellung "Expedition Weltmeere" in Bonn

WDR 4 Ausgehen 20.11.2025 02:19 Min. Verfügbar bis 24.11.2026 WDR 4

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3 000 Meter unter der Wasseroberfläche kann kein Mensch überleben. Welche Tiere hier in der Dunkelheit herumschwimmen, wissen wir nur zu einem kleinen Teil. Manche haben ihr eigenes Licht, sie phosphoreszieren. Mit Hilfe einer VR-Brille kann sich das Publikum in der  Ausstellung "Expedition Weltmeere" in diese Tiefe hinab begeben, bis zu einem Schiffswrack, das dort wirklich liegt. Ein beeindruckendes Erlebnis.

Auch sonst bietet die Bundeskunsthalle eine Menge Schauwerte. Es gibt eine Kabine, die an die Nautilus erinnert – ein U-Boot, das sich der Schriftsteller Jules Verne für seinen Roman "20 000 Meilen unter dem Meer" ausgedacht hat. Die Schotten öffnen sich und geben den Blick frei auf Tintenfische, quallenähnliche, zum Teil monströs aussehende Tiefseebewohner. So tief wie Jules Verne sich das vorstellte, muss man gar nicht tauchen. Die Bilder dort stammen aus dem Marianengraben, elf Kilometer tief.

Jeder Besucher kann sich aussuchen, wo er seinen Schwerpunkt beim Besuch der Ausstellung setzt. Man kann sich über die Bedrohung der Weltmeere informieren, über die wirtschaftliche Ausbeutung des Meeres und die ökologischen Gefahren. Es ist aber genau so erlaubt, einfach zu staunen. Über die Modelle riesiger Fische, die unter den Wänden schweben. Oder über eine bunte Korallenlandschaft, die komplett gehäkelt worden ist. Ziemlich irre Handwerkskunst.

Die Ausstellung ist so vielfältig, dass man einige Stunden darin verbringen kann. Auf jeden Fall vermittelt sie die Vielfalt des Lebens. Und dass wir Menschen längst nicht alles erforscht haben, was die Erde zu bieten hat.

Termine

Bis 6. April 2026 dienstags bis sonntags von 10:00 – 18:00 Uhr und mittwochs bis 21:00 Uhr in der Bundeskunsthalle Bonn.

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