Ausstellung "Amazonia" in Köln: Ein Ausstellungsraum, in dem Schwarz-Weiß-Fotos zu sehen sind. Vorne links im Bild eine große Fotografie, weiter hinten an roten Wänden mehrere etwas kleinere Fotos.

Ausstellung "Amazonia" in Köln

Stand:

Der brasilianische Fotograf Sebastiao Salgado zeigt Natur und Bevölkerung des Amazonas-Gebiets in überwältigenden Schwarz-Weiß-Bildern. Für die Kölner Ausstellung gibt es auch einen extra komponierten Soundtrack.

Von Stefan Keim

Ausstellung "Amazonia" in Köln

WDR 4 Ausgehen 05.02.2026 01:03 Min. Verfügbar bis 02.02.2027 WDR 4 Von Stefan Keim

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Diese Fotos sehen aus wie riesige Gemälde. Gewaltige Wolken türmen sich über dichten Wäldern. Flüsse durchziehen sie. Ein Gewitter sieht ebenso spektakulär aus wie eine Landschaft, die halb im Nebel verschwindet. Der brasilianische Fotograf Sebastiao Salgado hat Amazonien in schwarz-weiß fotografiert. Dadurch wirken die Konturen noch schärfer. Andererseits hat man den Eindruck, durch Traumlandschaften zu wandern.

Doch Amazonien ist kein Paradies. Der Regenwald ist bedroht, durch Rodungen. Wirtschaftliche Interessen gelten oft mehr als Umweltschutz. Oder die Bedürfnisse der Ureinwohner. Salgado hat viele Stämme besucht, die sonst völlig verborgen, abseits von der Zivilisation leben. Die Tage laufen für sie genau so ab wie vor Jahrhunderten. Das war nur möglich, weil der Fotograf sich viele Jahre lang immer wieder im Regenwald aufgehalten und Vertrauen aufgebaut hat. Er besitzt auch eine Farm im Amazonas-Gebiet, die er von einer trockenen Landschaft in eine grüne Idylle verwandelt hat.

Salgado ist im vergangenen Jahr gestorben, die Ausstellung wurde von seiner Frau gestaltet. Die großformatigen Fotografien bekommen genug Platz, um ihre Wirkung zu entfalten. Wer die Fotografien der Völker des Regenwalds sehen möchte, muss in eigene Bereiche gehen. Stolz schauen die Menschen mit ihrer Körperbemalung und ihren Trachten aus diesen Bildern. Der bekannte Komponist Jean-Michel Jarre – ein Pionier der Synthesizer-Musik – hat extra für die Ausstellung einen starken, atmosphärischen Soundtrack komponiert.

"Amazonia" ist ein unvergessliches Erlebnis. Das Publikum taucht in eine fremde Welt ein, sieht Menschen und Landschaften, die sonst kaum zu sehen sind. Man bekommt auf eine ungewöhnliche Weise einen Eindruck, wie großartig und schützenswert unser Planet ist.

Termine

Bis 15. März: Dienstag bis Sonntag 10:00 – 18:00 Uhr, Donnerstag bis 20:00 Uhr

Weitere Ausgehtipps

Sendung: WDR.de, WDR 4 Kulturtipp, 02.02.2026, 16:00 Uhr.

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