Appell gegen Einsamkeit | Kurzvideo

00:46 Min. Verfügbar bis 11.10.2027

Einsamkeit: Carolin Kebekus und Lukas Podolski unterbrechen TV-Programm

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Unter dem Motto #melddichmalwieder hat Carolin Kebekus, gemeinsam mit Ex-Fußballnationalsspieler Lukas Podolski und den Musikern Peter Maffay, Mark Forster und Jasmin Wagner in der Halbzeitpause die Übertragung des Länderspiels Deutschland gegen Luxemburg im Ersten unterbrochen. Eine Kampagne gegen Einsamkeit.

In dem acht Minuten langen Beitrag führt Comedienne Carolin Kebekus durch verschiedene Facetten der Einsamkeit und appelliert: "Wir sollten anfangen, wieder mehr hin zu schauen auf die Menschen in unserer Umgebung. Denn das schwierige daran ist, man sieht ihnen die Einsamkeit oft gar nicht an."

Auch junge Menschen fühlen sich einsam

Eine WDR-Umfrage kam zu dem Ergebnis, dass in NRW vor allem junge Menschen Erfahrungen mit Einsamkeit gemacht haben. Fast die Hälfte der jungen Erwachsenen (18 bis 34 Jahre) fühlt sich manchmal oder häufig einsam – und das obwohl sie in Gesellschaft von Freunden und Familien oder in einer Partnerschaft sind.

"Einsamkeit ist nicht nur ein Problem der älteren Generation – das wäre schon schlimm genug – aber nein. In Deutschland betrifft sie alle Altersgruppen. Auch junge Menschen." Carolin Kebekus, Comedienne

Lukas Podolski mit Stadion-Vergleich

Lukas Podolski vor schwarzem Hintergrund

Ex-Fußballnationalspieler Lukas Podolski

Die Unterbrechung des regulären Halbzeitpausen-Programms richtete sich nicht nur an die Zuschauer vor den Fernsehern, sondern auch an das Publikum im Stadion. Ex-Fußballnationalspieler Lukas Podolski macht mit einem Stadion-Vergleich besonders deutlich, wie viele Menschen insgesamt Erfahrungen mit Einsamkeit machen: "In diesem Moment sind 30.000 Menschen hier im Stadion. 18.000 davon machen in ihrem Leben Erfahrungen mit Einsamkeit." Die Pandemie, soziale Medien und gesellschaftlicher Druck haben das unsichtbare Problem verstärkt.

Carolin Kebekus vor schwarzem Hintergrund

Comedienne Carolin Kebekus

"Es gibt soviele Gründe für Einsamkeit, wie es Lebensrealitäten gibt.", führt Carolin Kebekus in ihrem Beitrag aus. "Weil man plötzlich alleinerziehend ist und kaum noch raus kommt. Weil man nicht genügend Geld hat, um am Leben teilzunehmen. Weil man plötzlich nicht mehr so mobil ist. Weil man in eine neue Gegend zieht oder vielleicht sogar aus einem anderen Land hierher geflohen ist. Weil alle um einen herum Familien gründen und Kinder kriegen." Einsamkeit kann viele Gesichter und unterschiedliche Gründe haben.

Carolin Kebekus und die ARD machen gemeinsame Sache

Carolin Kebekus möchte, dass wir über Themen wie Einsamkeit sprechen, denn Einsamkeit ist unsichtbar und häufig mit negativen Gefühlen wie Scham verbunden.

Gemeinsam mit der ARD wirbt Carolin Kebekus für mehr Offenheit und Zusammenhalt. ARD-Programmdirektorin Christine Strobl erklärt: "Im Rahmen der Aktionswoche der seelischen Gesundheit möchten wir dem Problem Einsamkeit eine große Aufmerksamkeit geben – ein Thema, das fast jede und jeden in der Gesellschaft betrifft, aber dennoch oft tabuisiert wird."

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