Andrea Meßmer mit Yaks auf der Weide.

„Land & lecker“ – Kulinarische Schätze aus Oberbayern Grunzochsen und wilde Kräuter

Stand:

Es geht nach Oberbayern: Münsterländerin Andrea Meßmer ist der Liebe wegen in die Jachenau im Voralpenland gezogen und hat sich hier mit ihrem Mann Josef eine Yakzucht aufgebaut.

Das Video zur Folge

Die Tiere kommen ursprünglich aus dem asiatischen Hochgebirge, aber auch in Bayern fühlen sie sich wohl. Die Yak-Herde kann das ganze Jahr auf der Weide stehen – auch ein Grund, weswegen sich die Messmers für sie entschieden hat.

Das Paar betreibt den Hof im Nebenerwerb und mit den sogenannten „Grunzochsen“ sichern die beiden den Fortbestand des alten Familienhofs. Über die Beobachtung der weidenden Yaks hat Andrea auch ihre Leidenschaft für Wildkräuter entdeckt.

Während Andrea sich um die Vorbereitungen für das Dinner kümmert, machen die Landfrauen einen Abstecher zur Staffelalm oberhalb des Walchensees. Hier lernen sie die Almwirtin und ihren Alltag zwischen Jungrindern und Hüttenwirtschaft kennen.

Abenteuer Yak-Zucht in Bayern

Die Landfrauen lernen heute Andreas Zuhause kennen. Seit 18. Generationen wird der Fleckhauser Hof bereits von Josefs Familie bewirtschaftet. Vor ein paar Jahren hat das Paar die Rinderherde gegen Yaks getauscht. „Diese Ausstrahlung, diese Ruhe, das finde ich toll an den Tieren, “ schwärmt Andrea.

Josef und Andrea Meßmer.

Andrea stammt ursprünglich aus Ahlen im Münsterland. Seit 14 Jahren ist die Jachenau nun schon ihre neue Heimat. Josef hat sie 2007 auf einer Ü30-Party kennengelernt, als dieser auf Geschäftsreise in NRW war. Verstanden hat sie seinen bayerischen Dialekt damals nicht, erzählt sie lachend, aber seine Stimme war ihr sofort sympatisch.

Sie ist gespannt, was die Gäste zu ihren Tieren sagen - und wie ihr außergewöhnliches Menu ankommen wird.

Andrea stammt ursprünglich aus Ahlen im Münsterland. Seit 14 Jahren ist die Jachenau nun schon ihre neue Heimat. Josef hat sie 2007 auf einer Ü30-Party kennengelernt, als dieser auf Geschäftsreise in NRW war. Verstanden hat sie seinen bayerischen Dialekt damals nicht, erzählt sie lachend, aber seine Stimme war ihr sofort sympatisch.

Vor sieben Jahre haben die beiden dann das Abenteuer Yak-Zucht gestartet: Mit Zucht-Stier Valentin und sieben Kühen begann alles – heute haben sie die größte Yakzucht in Deutschland.

Die Yaks leben hier 365 Tage im Freien, 13 Hektar Weide stehen den Tieren zur Verfügung. Mit den klimatischen Bedingungen in der Jachenau kommen sie gut klar. Das Paar bevorzugt die Mutterkuhhaltung, für sie ist es die natürlichste Form der Bewirtschaftung und Tierhaltung.

Yaks muhen nicht, sondern grunzen eher, weswegen sie auch "Grunzochsen" genannt werden. Sie gelten als robust, eigensinnig, treu, liebevoll und verspielt. Ihre Hörner können bis zu einem Meter lang werden. Deswegen hat Andrea beim Umtreiben auf der Weide immer einen Stock dabei - ihre Hörner sozusagen.

Andrea schaut täglich nach den Rindern, kümmert sich um deren Wasserversorgung und macht die Unterstände sauber. Damit die Tiere möglichst zutraulich werden, bürstet sie ihnen regelmäßig das lange Fell. Die Haare, die sie dabei herauskämmt, spinnt sie später auch zu Wolle.

Andrea hat auch eine Ausbildung zur Kräuterpädagogin gemacht. Ihr ist irgendwann aufgefallen, das die Yaks zu bestimmten Zeiten gewisse Kräuter fressen, das hat ihr Interesse geweckt. Auch für ihr Dinner braucht sie noch ein paar „wilde“ Zutaten ...

Neben den Wildkräutern als kulinarischem Schatz präsentiert Andrea asiatisches Rind in allen Gängen ihres Landmenüs: Knödel-Carpaccio mit Hackfleisch vom Yak als Gruß aus der Küche, im Hauptgang Kurzgebratenes vom Yak mit Gute-Heinrich-Gersten-Orzotto und als Dessert Fichtenspitzen-Topfenknödel an Beeren-Ragout mit Yakherz-Parmesan.

Das sind die weiteren Teilnehmerinnen

v.l.n.r.: Andrea Meßmer, Verena Krimbacher,  Rahel Kremershof, Laura Alena Schmid, Stefanie Huber, Leonie Froböse

v.l.n.r.: Andrea Meßmer, Verena Krimbacher, Rahel Kremershof, Laura Alena Schmid, Stefanie Huber, Leonie Froböse

In Ostwestfalen-Lippe hält Leonie Froböse Angus Rinder und Schwäbisch-Hällische Landschweine. Verena Krimbacher hat Milchvieh, Weideochsen und Urgetreide im bayerischen Schwaben. Auf der Schwäbischen Alb hat Laura Alena Schmid einen Hof gekauft und hält Galloway-Rinder, Hühner und Ziegen. Rahel Kremershof hat ihr Milchvieh aufgegeben und einen Neustart mit Bio-Rindern, Schafen und Hühnern gewagt. Steffi Huber lebt zwischen Weinbergen und Streuobstwiesen im Schwarzwald und stellt Bier und Schnaps her. Die Familie betreibt zudem Waldwirtschaft und hat Baumhäuser gebaut.

Wer kocht das leckerste Landmenü aus seinem kulinarischen Schatz?
Die erfolgreiche Gemeinschaftsproduktion von BR, SWR und WDR geht weiter. Sechs Landfrauen machen sich auf eine kulinarische Reise quer durch Deutschland - von Ostwestfalen-Lippe bis nach Oberbayern. Gegenseitig besuchen sich die Teilnehmerinnen, bieten Einblicke in den Hofalltag und präsentieren ihre regionalen Spezialitäten. Am Ende vergeben sie Punkte und küren eine Siegerin.

Die Folge ist eine Woche vor der TV-Ausstrahlung bereits in der ARD Mediathek zu sehen.

Zurück zur Startseite

Land und lecker bei WDR 4