Eine Frau lässt sich von einem Ventilator "abkühlen". Symbolbild: Wechseljahre, Hitzewallungen

Entspannt durch die Wechseljahre – mit der richtigen Ernährung

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Hitzewallungen, Gewichtszunahme, Erschöpfung: Viele Frauen spüren in den Wechseljahren Veränderungen. Ernährungswissenschaftlerin Isabell Heßmann zeigt, wie gezielte Ernährung das Wohlbefinden stärken kann.

Schlafstörungen als erstes Signal

Frau leigt wach im Bett und kann nicht schlafen

Schlafstörungen zählen zu den ersten Signalen der Wechseljahre.

Bei vielen Frauen zählen Schlafprobleme zu den ersten Anzeichen der Wechseljahre – oft noch vor Hitzewallungen oder anderen typischen Beschwerden. Ursache ist der sinkende Spiegel des Hormons Progesteron, das beruhigend auf Nerven und Psyche wirkt und den Schlaf fördert. Auch unregelmäßige oder ausbleibende Regelblutungen können frühe Hinweise sein. Im weiteren Verlauf nimmt zudem der Östrogenspiegel ab.
Laut Umfragen erleben etwa ein Drittel der Frauen die Wechseljahre ohne Beschwerden, ein weiteres Drittel mit leichten Symptomen – und ein Drittel leidet unter stark ausgeprägten Veränderungen.

Die vier Phasen der Wechseljahre

Prämenopause: Die erste Phase der hormonellen Umstellung – sie beginnt meist ab Mitte 40. Die Regelblutung ist noch regelmäßig, erste Veränderungen können sich aber bemerkbar machen.
Perimenopause: Diese Phase umfasst die Zeit kurz vor und nach der Menopause. Der Zyklus wird unregelmäßig, typische Beschwerden wie Hitzewallungen oder Stimmungsschwankungen treten vermehrt auf.
Menopause: Der Zeitpunkt der letzten Regelblutung – er kann nur rückblickend bestimmt werden, wenn 12 Monate keine Blutung mehr aufgetreten ist.
Postmenopause: Beginnt ein Jahr nach der letzten Periode. Der Hormonspiegel stabilisiert sich auf einem neuen Niveau. Diese Phase kann sich über viele Jahre erstrecken.

Entspannt durch die Wechseljahre – mit der richtigen Ernährung

Hier und heute 18.06.2025 07:33 Min. Verfügbar bis 18.06.2027 WDR

Ernährung

Auswahl an gesunden Nahrungsmitteln: Lachs, Obst, Gemüse, Beeren, Goji, Quinoa, Chiasamen, Nüsse.

Eine ausgewogene Ernährung beugt gesundheitliche Risiken im Alter vor.

Eine 50-jährige Frau braucht täglich rund 400 Kalorien weniger als eine 25-Jährige. Denn mit zunehmendem Alter schwindet die Muskelmasse. Dafür wachsen die Fettspeicher, insbesondere am Bauch. Bauchfett setzt entzündungsfördernde Botenstoffe frei und erhöht dadurch das Risiko für Gefäßerkrankungen, Diabetes, Tumoren an Darm, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Brust und Gebärmutter.

Häufig steigt das Gewicht in den Wechseljahren. Abnehmen wird in dieser Phase nicht leichter. Zur Gewichtskontrolle sollten Frauen Kalorien an der richtigen Stelle einsparen:

  • "Leere" Kohlenhydrate aus Weißmehlprodukten und Süßem sollten zur Ausnahme werden.
  • Vollwertprodukte und die aromenreiche Mittelmeerküche versorgen den Körper mit vielen unverzichtbaren Nährstoffen.
  • Omega-3-Fettsäuren schützen Herz und Arterien - Fettfisch wie Lachs, Hering und Makrele gehört daher mehrmals wöchentlich auf den Speiseplan.
  • Empfehlenswert sind gesunde Öle mit hohem Gehalt an gesunden Fettsäuren und wertvollen Pflanzenstoffen, zum Beispiel Walnussöl, Olivenöl, Weizenkeimöl oder Leinöl.