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Bademeister dringend gesucht Freibäder in NRW haben Probleme

Stand:

In Nordrhein‑Westfalen fehlen in vielen Freibädern Fachkräfte, gleichzeitig sind Anlagen marode. Laut Branchenvertretern führt das bereits zu Einschränkungen im Betrieb. Welche Folgen das für Badegäste hat.

Rund 360 Freibäder sind in NRW in Betrieb. Doch die Branche steht unter Druck.

Vor allem zwei Probleme belasten die Bäder: Fachkräftemangel und ein erheblicher Sanierungsstau. Besonders gesucht werden Fachangestellte für Bäderbetriebe sowie Schwimmmeisterinnen und Schwimmmeister. Sie sind für Sicherheit, Technik und den reibungslosen Betrieb verantwortlich.

Weniger Personal in den Freibädern in NRW

Nach Einschätzung von Reinhard Nowak, Landesvorsitzender des Bundesverbands Deutscher Schwimmmeister in Nordrhein‑Westfalen, fehlen im Land mehrere Hundert Fachkräfte.

"Schätzungsweise fehlen zwischen 250 und 350 Schwimmmeister beziehungsweise Fachkräfte im Bäderbereich." Reinhard Nowak, Bundesverband Deutscher Schwimmmeister in Nordrhein‑Westfalen
Person im Wasser eines Schwimmbeckens

Die Ausbildung zur Fachangestellten oder zum Fachangestellten für Bäderbetriebe dauert in der Regel drei Jahre. Eine Weiterbildung zur Schwimmmeisterin oder zum Schwimmmeister dauert länger. Zwar können ausgebildete Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer bei der Aufsicht unterstützen. Qualifiziertes Personal muss aber stets in kurzer Zeit helfen können.

Der Personalmangel wirkt sich bereits aus: Einige Bäder können nicht mehr alle Becken öffnen oder verkürzen ihre Öffnungszeiten. Auch an stark besuchten Wochenenden wird die Situation oft kritisch.

Badesaison startet: Viele Freibäder in NRW haben Probleme

WDR 26.05.2026 05:04 Min. Verfügbar bis 25.05.2028 WDR Online

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Viele Anlagen in NRW sind veraltet

Neben dem Personal stellt auch der Zustand der Anlagen eine Herausforderung dar. Viele Bäder stammen aus den 1970er‑Jahren und wurden seitdem nur teilweise modernisiert.

"Den Bädern geht es schlecht. Aber es werden bislang noch nicht viele endgültig geschlossen." Ann‑Christin von Kieter‑Schmidt, Deutsche Gesellschaft für das Badewesen

Viele Anlagen bleiben zwar geöffnet, erfordern aber zunehmend Reparaturen und hohen Aufwand im Betrieb. Zahlen aus der Branche zeigen den Handlungsbedarf: Nur ein Teil der Bäder wurde bislang saniert. Gleichzeitig steigt der Investitionsbedarf deutlich.

Sehr alte Bäder in NRW

Das durchschnittliche Baujahr von Bädern in NRW liegt um 1973. Der Sanierungsbedarf liegt im Schnitt pro Bad bei mehreren Millionen Euro. Steigende Energiepreise verschärfen die Lage zusätzlich, da alte Technik oft ineffizient arbeitet und hohe Betriebskosten verursacht.

Trotz der Probleme gibt es aktuell noch kein flächendeckendes Bädersterben. In Nordrhein-Westfalen sind bislang nur relativ wenige Anlagen endgültig geschlossen. Ein größerer Teil steht jedoch zur Diskussion.

Unsere Quellen:

Sendung: WDR 5, Das Wirtschaftsmagazin, 26.05.2025, 13:35 Uhr
Erstveröffentlichung des Artikels am 26.05.2026.

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