Frühblüher auf großen Wiesen und unter Bäumen
Die Winterlinge blühen manchmal schon ab Ende Januar und bringen bis in den späten März hinein Farbe auf die Wiesen. Die robusten fünf bis zehn Zentimeter hohen Frühblüher mit den sechs gelben Blütenblättern lieben halbschattige Standorte unter Bäumen und Sträuchern. Sie vermehren sich selbst und sind deshalb ideal dafür geeignet, auch größere Flächen zum Leuchten zu bringen.
Winterlinge – bienenfreundlich und nachhaltig
Wer sich ganz tief Richtung Boden bückt, stellt fest: Die gelben Winterlinge duften sogar, wenn die Sonne scheint, frisch und süßlich. Je mehr Sonne desto intensiver der Duft. Ab etwa zehn Grad, wenn es richtig sonnig ist, locken sie mit ihrem hohen Zuckergehalt von 70 Prozent auch die ersten Bienen an.
Einfach zu pflanzen und anspruchslos
Pflanzen mit ausgetriebenen Blüten kann man ab Mitte Januar bis Ende Februar in der Gärtnerei und im Baumarkt kaufen und sie unter Bäume oder Sträucher etwa neun Zentimeter tief in die Erde setzen. Dann überlässt man die Pflanzen sich selbst. Etwa acht Stengel kosten um die drei Euro.
Wer es günstiger möchte und Zeit hat zu warten, kauft im Herbst Knollen, das Päckchen mit 25 Stück kostet etwa sechs Euro. Für einen Quadratmeter Winterlinge benötigt man etwa 50 Knollen. Bevor man sie im Garten etwa fünf Zentimeter in die Erde setzt, sollten die Knollen über Nacht gewässert werden. Im ersten Jahr sind erste Stängelchen sichtbar. Im zweiten Jahr kann man schon mit Blüten rechnen. Und der Winterling kommt jedes Jahr wieder – viele Jahre lang.
Wer die Winterlinge unter Bäumen pflanzt, liefert ihnen automatisch Nährstoffe für die nächste Saison durch das herabfallende Laub. Nach der Blüte lässt man die Blätter unbedingt stehen, weil die Pflanze hieraus Kraft fürs nächste Jahr zieht.
Der Winterling zählt übrigens zu den Hahnenfußgewächsen und ist in allen Teilen giftig. Aber das Gift macht sich nur bemerkbar, wenn man ihn verzehren würde. Am Besten man wäscht sich nach dem Umgang mit der Pflanze einfach die Hände.
Farbtupfer – Winterling als kleine Frühlings-Deko
Wer die Heizung nicht zu hoch dreht, kann sich die gelben Frühblüher als Dekoration auch ins Zimmer für eine kurze Zeit holen. Als Mini-Schnittblume im kleinen Glas oder als lebendige Pflanze. Besonders hübsch: Man schüttelt die Erde ab und setzt sie mit Moos und einigen Zweigen in eine flache Schale. So bringt die gewachsene Mini- Blumenwiese auch bei kalten Temperaturen Frühlingsstimmung ins Haus.
Autorin: Anja Friehoff
Redaktion: Iris Möller-Grätz
Service Garten ist eine Rubrik der WDR 5 Sendung Neugier genügt und ist dort freitags zwischen 11.04 Uhr und 12.00 Uhr zu hören.