Optisch ähnelt die Schönaster mit ihren vielen kleinen sternartigen Blüten ihren Verwandten, den Astern, ohne jedoch genauso ausläuferfreudig zu sein. Sie gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und zeichnet sich durch eine extrem lange Blütezeit aus. Bereits ab Juni öffnen sich die ersten Knospen bis weit in den Herbst hinein. Diese Dauerblüte schließt eine Lücke zwischen der Fülle der Frühsommerstauden und den späteren Herbstblühern und macht die Schönaster zu einem beliebten Partner im Beet, der über Jahre hinweg verlässlich immer schöner und größer wird. Mit den zartfarbenen Blütenwolken (weiß, blasslila und helles violett) sowie dem hellgrünen Laub bringt sie eine luftig-leichte Eleganz in sommerliche und spätsommerliche Pflanzungen.
Pflegeleicht und anpassungsfähig
Kalimeris stammt aus Ostasien und kommt gut mit den deutschen Temperaturen klar. Meist wird Kalimeris incisa angeboten, sie wird rund 70 cm hoch, wächst horstig und standfest, toleriert sonnige ebenso wie halbschattige Standorte und zeigt sich gegenüber unterschiedlichen Bodenverhältnissen offen. Auch in Zeiten von Hitze oder Trockenperioden erweist sie sich als resilient und robust – ein Plus in Zeiten des Klimawandels.
Ökologischer Nutzen für Garten und Natur
Ein weiterer Pluspunkt der Schönaster ist ihr ökologischer Wert: Die offen zugänglichen Blüten mit ihren gelben Zentren sind eine wahre Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten, die gerade in den Sommer- und Herbstmonaten dringend Futter brauchen. Damit trägt Kalimeris nicht nur zur Schönheit des Gartens bei, sondern auch zur Förderung der biologischen Vielfalt.
Autorin: Anja Koenzen
Redaktion: Iris Möller-Grätz
Service Garten ist eine Rubrik der WDR 5 Sendung Neugier genügt und ist dort freitags zwischen 11.04 Uhr und 12.00 Uhr zu hören.