Lebkuchenbaum (Cercidiphyllum japonicum)
Wie wäre es mit einem Duft nach Popcorn, Zuckerwatte oder Lebkuchen? Wenn das Laub des Lebkuchenbaums beginnt, sich gelb oder bei besonderen Sorten auch rot zu färben, kann man diesen Duft auch aus einiger Entfernung deutlich wahrnehmen. Auch optisch ist der Baum mit seinem malerischen Wuchs eine Augenweide. Er wird in ausgewachsenem Zustand bis zu 15 Meter hoch und 8 Meter breit und möchte sonnig bis halbschattig stehen. Der Baum stammt ursprünglich aus Japan und China und ist extrem winterhart. Bis zu −35 °C sind für ihn kein Problem – gepflanzt wird er am besten nach Laubfall im Spätherbst oder im Frühjahr.
Herbstblühende Kamelie
In üppiger Fülle mit markantem, manchmal süß oder auch etwas herb-würzigen Duft blüht Camellia sasanqua – allerdings jede Einzelblüte nur kurz. Typisch sind einfache, halb gefüllte und gefüllte Formen der runden, symmetrischen Blüten, die bei manchen Sorten jedoch etwas lockerer, ungezähmter zu sein scheinen als bei den im Frühjahr blühenden Sorten der Camellia japonica.
Die Herbstblühende Kamelie ist ein immergrüner, bis zu fünf Meter hoher Zierstrauch mit feinen, zarten Ästen, die teilweise elegant überhängen. Junge Triebe sind dicht behaart, teilweise werden sie für Tee verwendet. Rund fünf Zentimeter groß sind die ovalen, ledrigen Blätter – intensiv grün gefärbt und an der Oberseite stark glänzend. Die Blattränder sind häufig gesägt.
Moderne Sorten sind deutlich winterhärter als alte – es gibt sie in den verschiedensten Blütenfarben: Camellia sasanqua 'Crimson King' blüht zwischen Oktober und Februar karminrot, die bekannte Sorte 'Maiden’s Blush' präsentiert einfache rosafarbene Blüten. 'Narumigata' blüht weiß mit einem zartrosa Rand.
Zum Überwintern der Kamelien dient idealerweise ein Schutz vor kaltem Wind wie zum Beispiel eine dicke Mulchschicht und bei unter minus zehn Grad Celsius ein Wärmevlies.
Für eine reiche Blüte ist ein sonniger Standort im Sommer gut, wobei pralle Mittagssonne dennoch gemieden werden sollte. Auch ein ungeschützter Platz im Osten, wenn die Sonne direkt am Morgen auf das noch sehr kalte Gehölz nach Winternächten prallt, ist nicht ideal. Im Winter ist daher ein halbschattiger Platz perfekt. Ein pH-Wert zwischen 4,5 und 7,5 ist bestens geeignet – optimal ist saure, humusreiche Erde.
Rispenblütige Waldrebe (Clematis terniflora)
Dieser starkwüchsigen Clematis mit ihrem honigartigen Duft kann man sich kaum entziehen. Die Briten bezeichnen diese Wild-Clematis auch als Sweet Autumn Virginsbower oder Sweet Autumn Clematis. Vom frühen Herbst an strömt der Duft aus den sternförmigen weißen Blüten und durchzieht den ganzen Garten.
Diese Clematis ist extrem winterhart und stammt aus Asien. Die späte Blüte zwischen August und Oktober macht die Pflanze sehr beliebt bei Insekten, die ihren Pollen und Nektar schätzen. Die Rispenblütige Waldrebe wächst üppig und wird je nach Standortbedingungen bis zur 8 Meter hoch. Wer es etwas niedriger bevorzugt, pflanzt am besten die Sorte 'Early Snow'.
Autorin: Anja Koenzen
Redaktion: Iris Möller-Grätz
Service Garten ist eine Rubrik der WDR 5 Sendung Neugier genügt und ist dort freitags zwischen 11.04 Uhr und 12.00 Uhr zu hören.