Nahaufnahme der Blüten leuchtend-roter Weihnachtssterne.

Service Garten Bio-Weihnachtssterne

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Die am meisten verkaufte Zimmerpflanze in diesen Wochen ist sicherlich der Weihnachtsstern. Ob klassisch rot, pink oder weiß – die Sterne sind in unterschiedlichen Farben und Formen und jetzt auch in Bio-Qualität erhältlich. Anja Koenzen gibt Tipps zur Pflege.

Weihnachtssterne gibt es mittlerweile auch in Bio-Qualität. Sie wachsen ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und mineralische Stickstoffdünger. Stattdessen arbeiten Bio-Betriebe mit Nützlingen, Kompost, organischer Düngung (vor allem Schafwolle) und torfreduzierten oder torffreien Substraten. Das reduziert die Umweltbelastung und fördert gesündere Böden – ein Argument, das für immer mehr Menschen zählt.

Versuche – unter anderem an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Heidelberg – zeigen, dass Pflanzen, die in ökologisch optimierten Substraten wachsen und organisch gedüngt werden, gesund, robust und schön im Wuchs werden.

Einkaufstipps

Wenn der Weihnachtsstern unter 16 °C, z. B. vor dem Geschäft steht, sollte er nicht gekauft werden, denn dann hat er bereits unter Kälte gelitten. Ist es draußen kalt, kann auch allein schon der Weg vom Gartencenter nach Hause der Pflanze zusetzen, was zum Blattabwurf führen kann.

Am besten verpacken Sie den Weihnachtsstern im Geschäft gut in Papier oder in einen Karton oder eine Box und tragen ihn so kurz wie möglich durch die Kälte. Falls sie mit dem Auto fahren, ist es gut, wenn der Wagen vorgewärmt ist.

Weihnachtsstern nach dem Fest nicht wegwerfen

Weihnachtssterne werden oft nach dem Fest achtlos weggeworfen, obwohl es sich um mehrjährige Pflanzen handelt. Wer kosten- und umweltbewusst gärtnern möchte, lässt seine Pflanze am Leben und hat viele Jahre Freude an ihr. Weihnachtssterne sind mehrjährig, benötigen allerdings immer Temperaturen über 17 °C, da sie aus den warmen Gefilden Südamerikas und Mexikos stammen.

Weihnachtsstern mit weißen und prosaBlüten.

Weihnachtssterne gibt es auch in Pink und Rosa.

Die Weiterkultur ist sehr einfach möglich, wenn man sie im Frühjahr in frisches Substrat umtopft und dann bis Oktober weiter flüssig (möglichst mit einem biologischen Dünger) düngt. Weihnachtssterne sollten nach der Blüte im April geschnitten werden. Wenn die Pflanzen hell und warm stehen, bekommen sie zu dieser Zeit relativ schnell Neutriebe. Die alten Triebe unbedingt wegschneiden, dann bilden sich mehr Neutriebe.

Vorsicht vor austretender "Milch". Allergiker sollten den Hautkontakt mit dem weißen Saft aus verletzter Rinde oder Blättern meiden. Der Saft gab der ganzen Familie den Namen Wolfsmilchgewächse.

Im Sommer kann man sie in den Garten oder auf den Balkon an einen halbschattigen Platz stellen. Ab September, wenn es langsam kühler wird, holt man sie ins Haus zurück und ab Anfang Oktober müssen sie mindestens 12 Stunden komplett dunkel stehen, um rechtzeitig zur Adventszeit die farbigen Hochblätter und kleinen Blüten auszubilden.

Kurztagspflanzen

Bei Pflanzen findet die Steuerung für die Blütenausbildung meist über die Tageslänge statt. Weihnachtssterne sind sogenannte Kurztagspflanzen. Sie starten mit der Blütenausbildung, wenn sie nicht mehr als 12 Stunden Licht bekommen. Die Dunkelphase darf nicht durch Lichtimpulse unterbrochen werden.

Lichtimpulse können allein schon durch die Strahlung eines Fernsehens oder einer Straßenlaterne hervorgerufen werden. Das ist die häufigste Ursache, wenn Pflanzen nach der Überwinterung nicht wieder blühen. Sicher geht man, wenn man ab Oktober einen Karton für mindestens 12 Stunden nachmittags/abends über die Pflanze stülpt.

Autorin: Anja Koenzen

Redaktion: Iris Möller-Grätz

Service Garten ist eine Rubrik der WDR 5 Sendung Neugier genügt und ist dort freitags zwischen 11.04 Uhr und 12.00 Uhr zu hören.

Service Garten – Bio-Weihnachtssterne

WDR 5 Neugier genügt - Freifläche 21.11.2025 07:48 Min. Verfügbar bis 21.11.2026 WDR 5


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