World University Games - die Golden Moments

Sport 27.07.2025 05:58 Min. Verfügbar bis 27.07.2026 WDR

Tag 11: 4x400m-Staffel holt letztes deutsches Gold

Stand:

Große Medaillenausbeute am letzten Wettkampftag der University Games an Rhein und Ruhr: Am Sonntag holte sich Team "Studi" nochmal sechs Medaillen.

Die deutsche 4x400m Staffel der Frauen mit Mona Mayer, Vivienne Morgenstern, Sabrina Heil und Schlussläuferin Yasmin Amaadacho

Die 4x400m-Sprintstaffel der Frauen hat am Schlusstag die zweite deutsche Goldmedaille bei den Leichtathletik-Wettkämpfen gewonnen. Vivienne Morgenstern, Mona Mayer, Sabrina Heil und Yasmin Amaadacho setzten sich am Sonntag vor Polen und Kanada durch. "Wir sind super happy über die Goldmedaille", resümierte Julia Morgenstern. "Wir hatten uns Edelmetall vorgenommen, aber dass es Gold wurde, darauf sind wir superstolz."

Zuvor hatte im Wattenscheider Lohrheidestadion nur Diskuswerfer Mika Sosna Gold für das Team "Studi" geholt.

Medaillenspiegel: Deutschland auf Rang sechs

Für die Gastgeber war es sportartenübergreifend der elfte Triumph an elf Wettkampftagen. 8.500 Athletinnen und Athleten waren bei den Weltspielen der Studierenden am Start, Deutschland belegte im Medaillenspiegel Rang sechs (11x Gold, 12x Silber, 17x Bronze). Mehr Podestplätze sammelten Japan, China, USA, Südkorea und Italien.

Nach den 400-Meter-Sprinterinnen legte die 4x100 Meter Staffel der Damen (in der Besetzung Louise Wieland, Talea Prepens, Svenja Pfetsch und Jolina Ernst) mit Bronze nach. Im 3.000 Meter Hindernislauf gab es ebenfalls Bronze für Adia Budde von der Uni Tübingen.

World University Games - Tag 11 - Leichtathletik im Re-Live

Sport 27.07.2025 02:53:39 Std. Verfügbar bis 27.07.2028 WDR

Samantha Borutta und Aileen Kuhn verpassten im Hammerwurf mit den Plätzen vier und fünf nur knapp das Podest. Im Dreisprung erreichte Sarah-Michelle Kudla den fünften Platz. Im 20 Kilometer Gehen freuten sich gleich mehrere Athletinnen und Athleten über persönliche Bestleistungen. Frederik Weigel belegte in einem starken Teilnehmerfeld der Männer den 13. Platz und stellte eine neue persönliche Bestzeit auf. Direkt hinter ihm erreichte sein Teamkollege Johannes Frenzel Platz 14. Jassam Abu El Wafa sicherte sich Rang 15 - ebenfalls mit persönlicher Bestleistung.

Auch bei den Frauen gab es erfreuliche Ergebnisse im Gehen: Ada Junghannß kam auf Platz 17 und verbesserte dabei ebenfalls ihre bisherige Bestzeit. Tabea Kiefer komplettierte das gute Abschneiden mit Platz 21.

Dreimal Silber im Rudern

Beim Rudern in Duisburg verpasste die frühere Vize-Europameisterin Alexandra Föster im Einer die Goldmedaille denkbar knapp. Zwischenzeitlich lag sie sogar in Führung, am Ende machte Anna Santruckova aus Tschechien aber nochmal Tempo und holte damit den Sieg. Föster kam weniger als eine Sekunde später ins Ziel und belohnte sich für ein starkes Rennen mit Silber.

"Mein Ziel war es, Gold zu gewinnen", zeigte sich Föster enttäuscht vom zweiten Platz. "Respekt an Anna, dass sie so ein starkes Rennen gefahren ist. Bei mir ist leider nicht mehr drin gewesen, das muss ich jetzt akzeptieren." Teamkollege Jonas Gelsen von der TU Darmstadt musste im Einer-Finale in der Mitte des Rennens abreißen lassen und kam auf Rang fünf ins Ziel.

World University Games - Tag 11 - Rudern im Re-Live

Sport 27.07.2025 03:58:42 Std. Verfügbar bis 27.07.2028 WDR

Ebenfalls Silber holte der Deutsche Mixed Vierer - der Jubel darüber war jedoch deutlich größer. Einem starken Start ließen Helena Brenke, Sydney Calvin Garbers, Tjorven Stina Schneider und Oskar Kroglowski einen beherzten Schlussspurt folgen. Lediglich das Boot aus Italien erreichte noch früher das Ziel. "Wir wussten schon durch die Vorläufe, dass wir vorne mitfahren können: Wir sind ein gutes Rennen gefahren, die Italiener sind ein gutes Rennen gefahren, und wir sind einfach happy, eine Medaille mitzunehmen", sagte Kroglowski.

Komplettiert wurde das Medaillen-Triple durch den Vierer ohne Steuerfrau. Lene Mührs, Olivia Clotten, Luise Bachmann und Paula Hartmann mussten sich im A-Finale der starken Konkurrenz aus Großbritannien stellen. Hinter den Favoritinnen erreichte das deutsche Boot nach 7:06 Minuten die Ziellinie mit großem Abstand vor dem Rest des Feldes und holte das dritte Silber für Team Studi.

Der Männer Vierer kämpfte über die 2.000 Meter lange Zeit um Bronze, musste sich aber dennoch mit Platz fünf zufriedengeben - drei Sekunden vom Podium entfernt.

Deutschen Achtern bleibt nur Blech

Mit großen Hoffnungen waren die beiden deutschen Achter bei der Universiade gestartet. Beide kamen jedoch nicht über den undankbaren vierten Platz hinaus. Die Frauen fuhren lange Zeit um die Medaillen mit, ließen zur Mitte des Rennens aber etwas Federn. Am Ende fehlten über vier Sekunden zu Bronze.

Bei den Männern hatte sich schon im Vorlauf ein Duell zwischen Deutschland und den Niederlanden angedeutet. Trotz der Anfeuerungsrufe des heimischen Publikums überquerte der deutsche Achter die Ziellinie eine halbe Bootslänge hinter den Holländern.

Im Männer Zweier ohne Steuermann konnten Mark Hinrichs und Tom Tewes (beide Uni Bochum) nicht in die Medaillenvergabe eingreifen. Beim Sieg der starken Litauer wurde das deutsche Boot mit deutlichem Rückstand aufs Podium Fünfter.

Konzert statt Feier zum Abschluss

Nach den Wettkämpfen gab es statt einer klassischen Abschlussfeier ein Abschlusskonzert mit der Band Deichkind im Landschaftspark Duisburg-Nord. "Die University Games machen Freude auf mehr", sagte Christiane Schenderlein (CDU), Staatsministerin für Ehrenamt und Sport, auf der Abschlusspressekonferenz: "Es bleibt unser Ziel, die Olympischen und Paralympischen Spiele in Deutschland auszutragen." Deutschland will sich beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) um die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben.

Die Abschlussfeier der World University Games 2025 im Re-Live

Sport 27.07.2025 28:43 Min. Verfügbar bis 27.07.2026 WDR

Unsere Quellen:

  • Website der FISU University Games
  • Livestream der Sportschau
  • Nachrichtenagentur SID

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