Marlene Meier beim ISTAF Indoor Meeting Duesseldorf 2026

Deutsche Hallenmeisterschaften: Erfolgreiche Titelverteidigung von Marlene Meier?

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Am Wochenende gehen Deutschlands beste Leichtathleten in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle auf Titeljagd. Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften deutet sich im Hürdensprint der Frauen ein spannendes Rennen an.

Es dürfte ein sehr enges Rennen und eines der Highlights bei diesen Hallenmeisterschaften werden: Das Finale über 60 Meter Hürden der Frauen.

LA / Hallen-DM

NRW-Sport 27.02.2026 01:11 Min. Verfügbar bis 27.02.2028 WDR Online

Zwei Athletinnen sind in diesem Winter bereits unter acht Sekunden geblieben: Marlene Meier (TSV Bayer 04 Leverkusen) ist mit 7,97 Sekunden die Jahresschnellste und reist als Titelverteidigerin nach Dortmund an, Rosina Schneider (TV Sulz; 7,99 sec) wurde 2024 Deutsche Hallenmeisterin. Beide liefen die schnellen Zeiten vor zwei Wochen beim Hallenmeeting in Erfurt und haben damit auch die Norm für die Hallen-WM im polnischen Torun (20.03.-22.03.2026) unterboten, die bei 8,02 Sekunden steht.

Erfurt mit einem stark besetzten Starterfeld war dabei für die Leverkusenerin Marlene Meier eine wichtige Standortbestimmung kurz vor den Deutschen Hallenmeisterschaften, bei denen sie ihren Titel aus dem Vorjahr unbedingt verteidigen möchte. Der Studentin im Fach Nachhaltiges Design spielt in die Karten, dass gerade Semesterferien sind und sie sich voll und ganz auf den Sport konzentrieren kann.

Ebenfalls in den Kampf um den Titel eingreifen möchte eine weitere Leverkusenerin: Die Deutsche Freiluft-Meisterin von 2023 Franziska Schuster hofft auf eine schnelle Zeit und einen Hallen-WM-Start, ihr fehlen noch vier Hundertstelsekunden zur Norm.

Hochsprung-Duell Onnen gegen Honsel fällt aus

Das mit Spannung erwartete Duell der beiden dominierenden Hochspringerinnen der vergangenen Jahre zwischen Christina Honsel (TV Wattenscheid 01) und Imke Onnen (Cologne Athletics) fällt aus, nachdem Honsel ihren Start bei der Hallen-DM kurzfristig absagen musste. Die 28-Jährige laboriert an leichten Fußproblemen, die nach dem Wettkampf am Dienstag in Banska Bystrica (Slowakei) auftraten.

Imke Onnen

Imke Onnen

Als Favoritin geht somit Imke Onnen in den Wettkampf, die mit übersprungenen 1,93 Meter die Jahresbeste ist, die Norm (1,96 m) für die Hallen-WM aber noch nicht in der Tasche hat. Die 31-Jährige, die noch immer in Hannover lebt und von ihrer Mutter Astrid Fredebold-Onnen trainiert wird, kann auf eine fantastische Sommersaison zurückschauen.

Nach einem etwas holprigen Start in die Saison kam die jüngere Schwester des mehrfachen Deutschen Hochsprungmeisters Eike Onnen immer besser in Form, qualifizierte sich für die WM in Tokio, sprang zweimal persönliche Bestleistung (1,98 m) und kratzte an der magischen Zwei-Meter-Marke. Bei der WM in Tokio überquerte sie 1,93 Meter und wurde im Finale Elfte.

Stichling lauert erneut

Im vergangenen Jahr sicherte sich überraschend Bianca Stichling den Titel. Mit einem blitzsauberen ersten Versuch über 1,90 Meter schnappte sich die Leverkusenerin den Titel vor der höhengleichen Imke Onnen. Die Titelverteidigerin hat sich in der laufenden Hallensaison gut in Form präsentiert und könnte erneut im Kampf um den Titel eingreifen.

Wieder Titelteilung im Stabhochsprung?

Im Stabhochsprung-Wettbewerb der Männer wurde der Titel im vergangenen Jahr geteilt, in diesem Jahr wollen sie es tunlichst vermeiden. Die ehemaligen Trainingsgefährten Torben Blech (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics) übersprangen im vergangenen Jahr beide 5,72 Meter und hatten die gleiche Anzahl von Fehlversuchen. Damit kennen sich die zwei bestens aus, bereits 2023 fuhren sie mit einem geteilten DM-Titel unter dem Hallendach wieder nach Hause.

Torben Blech beim Internationalen Springermeeting in Cottbus

Torben Blech beim Internationalen Springermeeting in Cottbus

In diesem Jahr reisen Blech und Lita Baehre beide mit einer Saisonbestleistung von 5,70 Metern nach Dortmund, die sie beim selben Wettkampf Ende Januar in Cottbus übersprangen. Ein Omen?

Die ersten Titel werden bereits am Freitag bei den Frauen und Männern im Kugelstoßen und im Finale über 3.000m vergeben. Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Ogunleye kehrt mit besten Erinnerungen in die Helmut-Körnig-Halle zurück. Im vergangenen Jahr stieß sie bei den Titelkämpfen an selber Stelle so weit, wie nie zuvor: 20,27 Meter – der bislang weiteste Stoß ihrer Karriere.

Probleme bei der Anreise durch Streik

Die Zuschauer der Deutschen Hallenmeisterschaften müssen sich am Freitag und Samstag auf Probleme bei der Anreise einstellen: Ein zweitägiger Warnstreik wird bundesweit den Öffentlichen Nahverkehr weitestgehend zum Erliegen bringen. Wie die Dortmunder Stadtwerke bekanntgaben, wird der Streik "sowohl die Leichtathletik-DM in der Helmut-König-Halle am Freitag und Samstag als auch das ausverkaufte Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern München am Samstag Abend betreffen".

Wer nicht live vor Ort sein kann oder will, der kann die Hallen-DM auch vom Sofa aus verfolgen. Alle drei Tage werden im livestream auf Sportschau.de übertragen.

Unsere Quellen:

  • Deutscher Leichtathletik-Verband
  • DLV-Bestenliste
  • Webseite DSW21

Sendung: WDR.de, "Deutsche Hallenmeisterschaften in Dortmund", 27.02.2026 13.00 Uhr

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