Am Freitag und Samstag (27.2. und 28.2.) wird ein zweitägiger Warnstreik bundesweit den Öffentlichen Nahverkehr weitestgehend zum Erliegen bringen. An beiden Tagen sind auch diverse Sportevents in NRW vom Ausfall der Busse und Straßenbahnen betroffen. Eine Absage, wie sie beim Pokal-Spiel zwischen München und Leipzig kurzzeitig diskutiert wurde, steht jedoch bisher nirgends zur Debatte.
Hallen-DM und Bundesliga-Topspiel in Dortmund betroffen
Wie die Dortmunder Stadtwerke bekanntgaben, wird der Streik "sowohl die Leichtathletik-DM in der Helmut-König-Halle am Freitag und Samstag als auch das ausverkaufte Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern München am Samstag Abend betreffen". Borussia Dortmund rät allen Fans zu einer "sehr frühzeitigen" Anreise - am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Sämtliche Stadtbahn- und Buslinien sowie die H-Bahn von DSW21 werden nicht fahren, warnte der BVB.
Wer von außerhalb anreist, so die Empfehlung des Klubs, soll mit der Deutschen Bahn bis zum Hauptbahnhof fahren und sich von dort aus zu Fuß auf den vierzigminütigen Weg machen. Eine Absage der Partie habe laut BVB aber nie im Raum gestanden.
2. Liga: Düsseldorf mit Notlösung
Auch das Zweitliga-Spiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem VfL Bochum am Freitag entgeht dem Streik nicht. In beiden Städten werden keine Busse und Straßenbahnen fahren - allerdings gibt es für das Spiel eine Notlösung: Wie Fortuna und die Rheinbahn mitteilten, soll die U-Bahn-Linie U78 zwischen Hauptbahnhof und Stadion am Freitag zumindest im Zehn-Minuten-Takt fahren.
Während zum Stadion laufen vom nächstgelegenen Bahnhof in Düsseldorf kaum eine Alternative darstellt, könnte das für die Fans von Arminia Bielefeld bei der Partie am Samstag Mittag gegen Hannover 96 durchaus eine Option sein. Vom Hauptbahnhof bis zur "Bielefelder Alm" sind es nur rund 30 Minuten oder genau gesagt keine zwei Kilometer.
Shuttleservice bei Bayer und Gladbach findet statt
Ähnlich komfortabel, was die Alternative mit der Deutschen Bahn betrifft, sieht es bei Bundesligist Bayer Leverkusen aus. Die Werkself empfängt am Samstag den 1. FSV Mainz 05. Mit den Haltestellen Leverkusen-Mitte und Leverkusen-Küppersteg liegen jedoch gleich zwei Bahnhöfe in näherer Umgebung des Stadions. Außerdem seien laut Bayer "alle Sonderfahrten wie Shuttles trotz Streiks" gesichert.
Keine Bahn, aber dennoch gesichert ist auch die Mobilität beim Mönchengladbacher Heimspiel gegen Union Berlin. Die NEW, zuständig für den Nahverkehr in der niederrheinischen Großstadt, gab bekannt, dass zwar der Regelbetrieb ausfallen werde, der "Shuttleservice zum Borussia-Park dagegen stattfinden soll".
Haie mit vielen ÖPNV-Alternativen
In der größten Stadt in NRW, Köln, sind am Freitag und Samstag zwei Sportevents betroffen. Am Freitag empfangen die Kölner Haie den ERC Ingolstadt in der DEL vor rund 19.000 Zuschauern. Allerdings liegt die Arena in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof Köln Deutz/Messe, außerdem stehen große Parkhäuser zur Verfügung.
Der KEC gab auf WDR-Anfrage bekannt: "Wir werden in unserer Spieltagskommunikation selbstverständlich auf den Streik und die damit einhergehenden Anreiseproblematiken eingehen. Dazu werden wir mögliche Alternativen auflisten, damit allen Zuschauern eine möglichst reibungslose, stressfreie und sichere Anreise ermöglicht werden kann." Etwas schwieriger gestaltet sich die Situation beim Drittligisten Viktoria Köln, der am Samstag in Köln-Höhenberg Stuttgart II empfängt. Eine direkte Haltestelle der Deutschen Bahn befindet sich nicht in der Nähe.
Unsere Quellen:
- Webseite der Verkehrsbetriebe der betroffenen Städte
- RP Online
- Google Maps
- WDR-Anfrage an die betroffenen Vereine
Sendung: WDR.de, "ÖPNV-Streik beeinträchtigt Anreise zu Sportevents", 25.02.2026 09.15 Uhr