Kein Durchkommen für Tom Bergner, Kreisläufer von GWD Minden.

Kein Durchkommen für Tom Bergner, Kreisläufer von GWD Minden.

Minden in Not Gummersbach bleibt auf Tuchfühlung zur Champions League

Stand:

Der VfL Gummersbach hat nach dem Sieg gegen GWD Minden am 32. Spieltag der Handball-Bundesliga weiter Chancen auf die Champions League. GWD bangt um den Klassenerhalt.

Der VfL entschied das NRW-Duell am Samstagabend mit 32:22 (19:12) für sich und verkürzt den Rückstand auf Rang zwei damit bis auf einen Punkt. Dort stehen aktuell die Füchse Berlin, die aber noch ein Spiel weniger absolviert haben als der VfL. Rang zwei berechtigt zur Teilnahme an der Champions League in der kommenden Saison.

Aufsteiger GWD Minden muss dagegen um den Klassenerhalt zittern. Die Ostwestfalen belegen den vorletzten Platz in der Tabelle. Weil die HSG Wetzlar im Parallelspiel gegen den HC Erlangen gewann, stehen die Mindener zwei Spieltage vor Schluss zwei Punkte hinter dem rettenden Ufer.

Bertram glänzt mit 16 Paraden

Beste Werfer auf Seiten des VfL waren Kay Smits und Teitur Örn Einarsson mit jeweils sieben Treffern. Kurios: Einarsson erzielte alle sieben Treffer in den letzten zehn Minuten. Miro Schluroff trug sich fünfmal in die Torschützenliste ein. Bester Spieler der Hausherren war aber Torhüter Bertram Obling, der 16 Paraden zeigte. Für GWD Minden trafen Daniel Astrup Pedersen, Jakub Sterba und Malte Donker mit jeweils vier Toren am besten.

Gummersbach hat die Champions League weiter im Blick

NRW-Sport 23.05.2026 01:04 Min. Verfügbar bis 22.05.2028 WDR Online Von Mara Thellmann

Der VfL drückte von Beginn an auf das Tempo, angeführt von Taktgeber Schluroff. Nach langsamem Start setzte sich der VfL nach fünf Minuten durch Schluroff erstmals mit zwei Toren ab (3:1).

Nach etwas mehr als elf Minuten gingen die Gummersbacher auch dank Torwart Bertram Obling erstmals mit drei Toren in Führung (7:4). Mindens Trainer Aaron Ziercke drückte zum ersten Mal auf den Auszeit-Buzzer.

Julian Köster feiert Comeback beim VfL Gummersbach

Das zeigte Wirkung, allerdings nur kurzfristig. Zwar glich GWD dank eines 3:0-Laufs die Partie zwischenzeitlich wieder aus (7:7), verlor dann aber komplett den Faden. Mehr als sechs Minuten blieben die Gäste ohne eigenen Treffer, was vor allem an der engen Gummersbacher Denkung lag.

So setzte sich der VfL Schritt für Schritt ab und durfte nach 16 Minuten auch noch ein Comeback bejubeln: Julian Köster kehrte nach seiner Meniskus-OP nach etwas mehr als einem Monat Pause auf die Platte zurück und steuerte zwei Treffer bei.

Es war aber Schluroff, der mit der Schlusssirene der ersten Halbzeit zum 19:12 traf und somit für die bis dahin höchste VfL-Führung und gleichzeitig für den Halbzeitstand sorgte.

Beide Teams offensiv mit Problemen

Den Schwung konnte der VfL aber zunächst nicht mit in die zweite Halbzeit nehmen. Rund vier Minuten blieb Gummersbach ohne Treffer, eher Schluroff die Hausherren erlöste. Im GWD-Tor stand nun der Ex-Gummersbacher Tibor Ivanisevic, der Malte Semisch ersetzt. Weil aber auch Obling im VfL-Tor aber zuverlässig hielt, konnte sich Minden auch nicht weiter herankämpfen.

So taten sich beide Mannschaften offensiv schwer. Obling war auch aus sieben Metern nicht zu überwinden. Nach 40 Minuten führte Gummersbach mit 21:13, leistete sich aber mehr Fehler als noch in Halbzeit eins.

Einarsson trifft sieben Mal in zehn Minuten

Erst Mitte der zweiten Halbzeit fanden beide Teams offensiv wieder in den Rhythmus. Minden schaffte es aber nicht noch einmal entscheidend heran. Immer wieder stand Obling im Gummersbacher Tor im Weg. So lief den Gästen am Ende die Zeit davon. Dazu lief Teitur Örn Einarsson auf Gummersbacher Seite heiß und erzielte seine sieben Tore in zehn Minuten. So feierte der VfL Gummersbach am Ende einen deutlichen 32:22-Heimsieg.

Weiter geht es für den VfL am 3. Juni (20 Uhr) mit einem Auswärtsspiel beim bereits feststehenden Meister SC Magdeburg. GWD Minden empfängt bereits um 19 Uhr den THW Kiel.

Unsere Quellen:

  • Dyn-Livestream VfL Gummersbach gegen GWD Minden, Partie des 32. Spieltages 25/26

Sendung: "Gummersbach hat die Champions League weiter im Blick", WDR.de, 23.05.2026, 21:59 Uhr

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