Der Gummersbacher Miro Schluroff (2. v . r.) wirft auf das Tor vom HC Erlangen

Sieg in Erlangen VfL Gummersbach sichert sich Tabellenplatz vier

Stand:

Der VfL Gummersbach hat mit einem mühsam erkämpften Auswärtssieg beim HC Erlangen Platz vier so gut wie sicher.

Von Bastian Hahne

Die Oberbergischen setzten sich am Sonntag glanzlos mit 26:22 (17:11) in Erlangen durch und sicherten sich Tabellenplatz vier. Bei noch drei verbleibenden Spielen hat der VfL sechs Punkte Vorsprung und die wesentlich bessere Tordifferenz auf den Fünften.

Bei nur drei Punkten Rückstand auf den Tabellenzweiten SG Flensburg-Handewitt ist auch die Qualifikation für die Champions League zumindest theoretisch noch möglich. Allerdings hat Flensburg ein Spiel weniger absolviert.

Im Spiel beim HCE, der die vierte Niederlage in Folge kassierte und noch um den Klassenerhalt kämpfen muss, war Kristjan Horzen am Sonntagnachmittag mit neun Toren der beste Torschütze der Partie.

VfL ohne Köster und Vidarsson

Neben Kapitän Julian Köster fehlte auch sein Stellvertreter Ellidi Vidarsson. Als Spielführer lief in Erlangen deshalb Tom Kiesler auf das Feld. Die zuletzt angeschlagenen Miro Schluroff und Mathis Häseler konnten spielen.

Anders als noch im Heimspiel gegen Göppingen kam der VfL gut ins Spiel und führte nach Toren von Ludvig Hallbäck und Kristian Horzen schnell mit 2:0 (3.). Diesen kleinen Vorsprung verteidigten die Oberbergischen zunächst und erhöhten dann durch Stepan Zeman auf 6:3 (7.). Nach diesem flotten Beginn flachte die Partie ab. Beide Teams leisteten sich zahlreiche Ballverluste, die erstmal ohne Folgen blieben.

Erlangen elf Minuten ohne eigenes Tor

Nach fast sieben Minuten ohne Tor beendete Milos Vujovic die Flaute mit einem verwandelten Siebenmeter zum 7:3 für Gummersbach (14.). Bei Erlangen lief in dieser Phase überhaupt nichts zusammen und der VfL nutzte das aus, um den Vorsprung weiter auszubauen (9:3/16.). Der HCE brauchte stolze elf Minuten, um sein viertes Tor der Partie zu erzielen (4:9/17.). Weil sich die Hausherren auch immer wieder unnötige Zeitstrafen einhandelten, führte Gummersbach wenig später sogar mit 14:6 (23.).

Neben der Offensive lief beim VfL auch Dominik Kuzmanovic mit sechs Paraden vor der Pause zu Hochtouren auf, während Erlangens Torhüter in der ersten Hälfte nur einen einzigen Wurf halten konnten. Mit einer souveränen 17:11-Führung für die Gäste ging es in die Kabinen.

Gummersbach schlägt Erlangen und bleibt oben dran

NRW-Sport 10.05.2026 00:54 Min. Verfügbar bis 09.05.2028 WDR Online Von Benedikt Kaninski

Gummersbach verschälft Beginn der zweiten Hälfte

Nach dem Seitenwechsel erwischte Erlangen den besseren Start und verkürzte schnell auf 14:18 (33.), ein paar Minuten später betrug der Vorsprung nur noch drei Treffer (16:19/37.), weil Gummersbach sich zu viele Fehler leistete und die eigene Wurfquote einen dramatischen Einbruch erlitt. Kurios: Nachdem Schluroff den Ball mit Wucht gegen die Latte geworfen hatte, war das Spielgerät platt und musste ausgetauscht werden.

Nach dem katastrophalen Start in den zweiten Durchgang brachte Horzen den VfL mit zwei Treffern in Serie wieder zurück in die Spur (16:21/41.). Wirklich souverän wirkte Gummersbach aber auch danach nicht, hatte jedoch Glück, dass Erlangen teils beste Gelegenheiten liegen ließ.

So richtig Spannung wollte aber nicht mehr aufkommen. Der VfL hielt den Vorsprung bis in die Schlussphase konstant bei vier bis fünf Toren. Am Ende stand ein mühsam erkämpfter 26:22-Auswärtssieg. "Ich bin stolz und glücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben", sagte Ersatz-Kapitän Kiesler bei DYN. "Es war ein zähes Spiel. Am Ende haben wir es irgendwie geschafft, am Ende vier, fünf Toren davon zu kommen."

Gummersbach empfängt Minden

Für den VfL geht es nach der Länderspielpause am 21. Mai mit einem Heimspiel gegen GWD Minden weiter. Erlangen muss am selben Tag abends bei der HSG Wetzlar ran.

Unsere Quellen:

  • Spiel HC Erlangen gegen VfL Gummersbach am 10. Mai 2026 bei DYN
  • Homepage der Handball-Bundesliga

Sendung: WDR.de, "Gummersbach schlägt Erlangen und bleibt oben dran", 10.05.2026, 18.30 Uhr

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