Trainer des Bergischen HC: Markus Pütz

BHC-Trainer Pütz - "Heimspiele müssen heilig sein"

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Der Bergische HC trifft im Kellerduell zuhause auf das kriselnde Leipzig. Trainer Markus Pütz sieht solche Heimspiele als entscheidend an.

Von Michael Buchartz

Einen Sieg hat der Aufsteiger aus dem Bergischen Land nach neun Partien eingefahren: Im letzten Heimspiel gegen Wetzlar gelang ein 35:28 - danach folgten jedoch zwei Auswärtsniederlagen. Nun soll am Samstag gegen die noch punktlose DHfK Leipzig der nächste Erfolg folgen.

Pütz: "Heimspiele sind heilig"

Wie wichtig die Partien vor den eigenen Fans sind, unterstrich Trainer Markus Pütz im WDR-Interview: "In dieser Liga müssen Heimspiele heilig sein. Die eigenen Fans im Rücken sind ein großes Faustpfand. Das haben wir zuletzt in Göppingen gesehen." Damit spielte der Coach auf das 21:26 im letzten Spiel an.

"Sie haben das Spiel mit dem Druck und Push von außen in der zweiten Halbzeit noch gedreht." Ganz von der Hand zu weisen, ist die Argumentation nicht. Bis zur 38. Minute hatte der BHC das Spiel offen gehalten, sogar dort noch mit einem Tor geführt.

BHC oft lange nah am Punktgewinn

Und es war nicht das erste Mal, dass die "Bergischen Löwen" im zweiten Spielabschnitt eine Partie aus der Hand gaben - denn nah dran waren sie vor allem in den ersten 30-40 Minuten schon oft in dieser Saison. Gegen Erlangen führte der Aufsteiger zur Halbzeit 15:13 und verlor am Ende.

Auch beim NRW-Duell beim TBV Lemgo Lippe sah es rund 50 Minuten nicht zwingend nach einem Sieg der Gastgeber aus - doch wieder ging der BHC leer aus. "Wir haben wirklich ordentliche Auftritte gehabt in den ersten Wochen", erklärte daher Pütz. Einzig die Niederlage gegen Mitaufsteiger Minden habe so richtig wehgetan. "Aber wir hatten auch schon die ersten drei aus der Tabelle dabei", so Pütz mit Blick auf die Niederlagen gegen Berlin, Magdeburg und Flensburg.

Hallenprobleme auf Dauer ein "Standortnachteil"

Die Probleme des BHC betreffen aber nicht nur das Sportliche: Der Verein tingelt seit knapp 12 Jahren immer wieder durch verschiedene Heimspielstätten. Ende August standen die "Löwen" sogar kurzzeitig ohne Trainingshalle da - ehe sich mit dem Betreiber des Leistungszentrums in Solingen doch geeinigt wurde. Das aktuelle Zuhause bei Ligaspielen ist meist die Wuppertaler Unihalle, die 4.100 Fans fasst. Dort fanden bisher mit Ausnahme einer Partie - die in Düsseldorf ausgetragen wurde - alle Spiele statt.

"Die aktuelle Spielvorbereitung stört das nicht. Wir haben die feste Trainingshalle und die Unihalle, das kennen wir aus der letzten Saison bereits"; so Pütz. Aber er machte deutlich, dass das ständige Wechseln der Hallen auf Dauer "klare Standortnachteile" bringen würde. Für das Hallenproblem sieht er in der Planung der Stadt Wuppertal zu einer neuen Multifunktionsarena einen kleinen Hoffnungsschimmer: "Aber bis das realisiert wird, läuft viel Wasser die Wupper herunter".

Pütz: "Gegen Leipzig noch kein Endspiel"

Zurück ins hier und jetzt und zu den sportlichen Zielen des Aufsteigers: Bei diesen habe man laut Pütz "jedem klargemacht, dass es nur ums nackte Überleben gehe". Selbst eine Niederlage gegen Leipzig würde daran nichts ändern: "Wir lassen uns da jetzt nicht einreden, dass das ein Endspiel oder so etwas ist. Die Saison ist noch so lang."

Auch dem kann man wohl kaum widersprechen: Noch 25 Partien bleiben für dieses "Überleben", für den Klassenerhalt, doch das Programm der nächsten Wochen klingt wenig einladend. Nach dem DHB-Pokal-Achtelfinale gegen Hannover-Burgdorf steht erst eine Reise zum THW Kiel an - und dann das nächste "heilige Spiel" gegen die Rhein-Neckar-Löwen.

Vor Kellerduell - Bergischer HC hofft auf wichtige Punkte

Sportschau 22.10.2025 00:31 Min. Verfügbar bis 22.10.2026 Das Erste

Unsere Quellen:

  • WDR-Interview mit BHC-Trainer Markus Pütz

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