Die SGS Essen muss weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Der VfL Wolfsburg erwies sich am Samstag als zwei Nummern zu groß für die Essenerinnen, die letztlich mit 0:8 (0:2) unter die Räder kamen.
Der Plan gegen den Tabelenzweiten aus Wolfsburg war klar: Möglichst lange ohne Gegentor bleiben. Doch der war schon nach vier Minuten hinfällig. Die Essenerinnen verloren im Vorwärtsgang den Ball an Vivien Endemann. Die spielte schnell auf Ella Peddemors, die den Ball cool an Kim-Lea Sindermann vorbei über die Linie drückte.
Essen macht sich selbst das Leben schwer
Die SGS versteckte sich auch danach nicht und suchte immer wieder den Weg nach vorne. Doch mit zu vielen Fehlern im Aufbauspiel machten sich die Gastgeberinnen selbst das Leben schwer. Und so nutzten die Wölfe in der 13. Minute einen weiteren Ballverlust zum 2:0. Diesmal war es Kessya Bussy, die ihren Fuß am Ende nur noch reinhalten musste.
Nach 24 Minuten hatte dann auch Essen seine erste Torchance. Leonie Köpp hielt nach einer Ecke aus rund 20 Metern einfach mal drauf. Stina Johannes im Wolfsburger Tor war jedoch zur Stelle. Keine zwei Minuten später waren dann aber wieder die Wolfsburgerinnen am Drücker. Bei einem Kopfball von Bussy rettete Sindermann gerade noch auf Linie. Die Gäste protestierten kurz - allerdings ohne Erfolg.
Bis zur Halbzeit blieb es bei der Überlegenheit der Wölfinnen. Immer wieder fanden sie Lücken in der Viererkette der Weiß-Violetten. Dank einer gut aufgelegten Essener Keeperin blieb es jedoch vorerst beim 0:2.
Sechs Gegentore in Halbzeit zwei
Und Sindermann stand auch nach der Pause gleich wieder im Fokus. Beim ersten Versuch von Janina Minge behielt sie noch die Oberhand, in der 50. Minute war sie dann aber erneut geschlagen. Erst Minge und kurz darauf Bussy machten mit ihren Treffern schon früh den Deckel auf die Partie.
Zu allem Überfluss verloren die Essenerinnen nach knapp einer Stunde auch noch Paula Flach. Sie hatte zuvor einen Schlag aufs Sprunggelenk abbekommen und verließ gestützt vom Mannschaftsarzt das Feld. Sie musste von der Bank aus zusehen, wie ihre Mannschaftskolleginnen verzweifelt versuchten, sich dem Wolfsburger Dauerdruck zu erwehren. Das gelang allerdings nur kurz, denn in der 72. Minute zappelte der Ball erneut im SGS-Tor. Ausgerechnet die Ex-Essenerin Endemann traf zum 5:0 und machte nur eine Minute auch noch das halbe Dutzend voll.
Die Essenerinnen waren jetzt völlig überfordert vom Wolfsburger Tempo. Hinten liefen sie nur noch hinterher und nach vorne ließen sie jede Gefahr und Präzision vermissen. Die Gäste dagegen kannten keine Gnade und schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Nach 78 Minuten traf Lineth Beerensteyn per Elfmeter. Bitter: Sindermann war sogar noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern.
Essen weiter Schlusslicht
Kurz vor Schluss durfte sich dann auch noch Cora Zicai in die Torschützenliste eintragen, dann hatte die Schiedsrichterin ein Einsehen. Nach vier Minuten Nachspielzeit, in der Endemann fast noch der Hattrick gelungen wäre, pfiff sie ab. Der SGS war nicht einmal der Ehrentreffer vergönnt, weil Camilla Küver den Schuss von Ramona Maier für ihre geschlagene Torfrau noch von der Linie kratzte. Insgesamt war es ein Tag zum Vergessen für die Essenerinnen, die mit einem Torverhältnis von 1:17 weiter am Tabellenende stehen.
Weiter geht es für die Essenerinnen bereits am Freitag um 18.30 Uhr. Dann nehmen sie bei RB Leipzig einen neuen Anlauf, um endlich den ersten Saisonsieg einzufahren.
Unsere Quellen:
- Spiel der Frauen-Bundesliga: SGS Essen - VfL Wolfsburg vom 04.10.2025