Drei Tage nach dem Heimsieg über Schweinfurt setzte sich Aachen am Samstag mit 3:1 (2:0) durch, rückte auf Platz elf vor und hat nun 14 Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz 17, den Aue belegt. Aue, das nur in einer Phase nach der Halbzeitpause gut im Spiel war, droht der Gang in die Regionalliga: Der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt acht Punkte.
Herausragender Akteur war einmal mehr Aachens Torjäger Lars Gindorf, der einen Doppelpack (24./27.) schnürte und die Torjägerliste der 3. Liga weiter anführt. Nach der Pause hatte Ryan Malone (47.) für die Hausherren verkürzt, ehe Aachens Pierre Nadjombe (80.) mit dem Treffer zum 3:1 für die Entscheidung sorgte.
Nach dem Spiel in Schweinfurt änderte Aachens Trainer Mersad Selimbegovic seine Startelf auf drei Positionen: Anstelle von Lamar Yarbrough, Faton Ademi und Omar Sillah begannen Marius Wegmann, Gianluca Gaudino und Mehdi Loune. Aues Coach Christoph Dabrowski nahm nach dem 1:2 beim TSV 1860 München eine Änderung vor: Vincent Ocansey kam für Julian Günther-Schmidt.
Zwei Torschüsse, zwei Tore
In den ersten 20 Minuten sahen die Zuschauer eine ausgeglichene Partie ohne nennenswerte Torchancen. Gefährlich wurde es für Aachen erstmals nach einem Ballverlust von Jonas Oehmichen im Spielaufbau. Aues Marcel Bär spielte einen Querpass in die Mitte zu Vincent Ocansey (22.), der den Ball nicht an Aachens Keeper Manuel Riemann vorbeibringen konnte.
Anschließend ging die Alemannia, die bis dahin selbst kaum Akzente in der Offensive gesetzt hatte, mit ihrem ersten Torschuss in Führung. Matti Wagner setzte sich zunächst auf der linken Seite durch und bediente Gindorf (24.), der Aues Torhüter Martin Männel nach einem Doppelpass mit Mika Schroers mit einem Schuss auf das kurze Eck überwand. Mit dem zweiten Torschuss nur drei Minuten später erhöhte Aachen auf 2:0. Knapp hinter der Strafraumkante legte Loune auf Gindorf (27.) ab, der die Kugel oben links in den Winkel hämmerte.
Aue bis zum Anschlusstreffer wie gelähmt
Mit dem 2:0 im Rücken ließ Aachen den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen und hatte nun klares Oberwasser. Bei den Gastgebern, die zuvor schon in der Offensive wenig gezeigt hatten, lief nach dem Doppelschlag nichts mehr zusammen. Es fehlte an Durchschlagskraft, Ideen und Mut, sodass Aachen alles mühelos verteidigen konnte. Zur Halbzeitpause gab es viel Pfiffe von den Rängen für den Auftritt der Auer.
Unmittelbar nach der Pause kam Aue aber wieder zurück ins Spiel. Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Erik Weinhauer aus dem Halbfeld in den Aachener Strafraum, wo Malone (47.) unbedrängt hochsteigen konnte und per Kopfball den chancenlosen Riemann bezwang.
Aue zeigte ein ganz anderes Gesicht als in Halbzeit eins und machte nun das Spiel. Nach einer Flanke von Mika Clausen kam erneut Malone (55.) mit dem Kopf an den Ball, doch dieses Mal war Riemann zur Stelle. Wenige Minuten später kam Weinhauer (62.) in Höhe des Aachener Elfmeterpunkts völlig frei zum Abschluss, Riemann parierte glänzend. Aachen bekam in dieser Phase kaum Zugriff auf das Spiel.
Aachen übersteht Aues Drangphase
Nach knapp 70 Minuten kam die Alemannia wieder besser ins Spiel, Aues Druck ließ wieder nach. Gindorf (72.) setzte in Aues Strafraum zum Dribbling an, ließ zwei Gegner aussteigen, scheiterte mit seinem Versuch aus spitzem Winkel aber an Männel.
Aachen spielte weiter nach vorne und suchte die Entscheidung. Nach einem Zuspiel von Wagner setzte sich Ademi gegen mehrere Gegenspieler durch und legte quer für Rechtsverteidiger Nadjombe (80.), der den Ball zum 3:1 über die Linie schob. Die Alemannia hatte die Partie wieder komplett im Griff und brachte den siebten Auswärtssieg der Saison souverän über die Zeit.
Alemannia nun gegen Cottbus
Am Freitag (13.03.2026) geht es für Alemannia Aachen weiter: Dann steht ein Heimspiel gegen den Aufstiegskandidaten Energie Cottbus an, Anstoß ist um 19 Uhr im Tivoli-Stadion. Am Folgetag tritt Erzgebirge Aue auswärts bei Rot-Weiss Essen an, Anstoß ist um 14 Uhr im Stadion an der Hafenstraße.
Unsere Quellen:
- Drittliga-Spiel Erzgebirge Aue gegen Alemannia Aachen am 07.03.2026 im WDR Fernsehen
Sendung: WDR.de, "Doppelpack Ginter - Alemannia Aachen gewinnt bei Erzgebirge Aue", 07.03.2026, 16:25 Uhr