Aachen gewinnt Topspiel gegen Duisburg

03:55 Min. Verfügbar bis 30.06.2026 WDR Online Von Andreas Ahn

3. Liga Aachen verpasst Duisburg Dämpfer im Aufstiegsrennen

Stand:

Der MSV Duisburg hat bei Alemannia Aachen einen herben Dämpfter im Aufstiegsrennen der 3. Liga kassiert.

Von Bastian Hahne

Im Duell der zwei formstärksten Teams der Liga setzte sich die nun seit acht Spielen ungeschlagene Alemannia am Freitagabend mit 3:1 (2:0) durch und hat bei sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz selbst noch Außenseiterchancen auf den Aufstieg.

Duisburg bleibt nach dem verpassten Sprung auf Platz zwei vorerst Tabellenvierter, punktgleich mit dem Dritten Energie Cottbus. Die Aufstieskonkurrenten spielen allerdings am Wochenende noch.

Mika Schroers (32.) und Mehdi Loune (36.) brachten die Alemannia in Führung. Ein Eigentor von Petros Bagkalianis (79.) ließ Duisburg wieder hoffen, bis Joshua Bitter (86.) ebenfalls ins eigene Tor traf.

Hohe Intensität, wenig Torgefahr

Während MSV-Trainer Dietmar Hirsch nach dem 3:1-Sieg gegen 1899 Hoffenheim II in seiner Startelf auf Wechsel verzichtete, wechselte Aachens Trainer Mersad Selimbegovic auf zwei Positionen: Lamar Yarbrough ersetzte den gesperrten Marius Wegmann und Gianluca Gaudino begann anstelle von Niklas Castelle.

Die Anfangsphase vor 30.894 Zuschauern am Aachener Tivolo gehörte den Hausherren, die direkt hohen Druck aufbauten und die MSV-Defensive beschäftigten, ohne aber gefährlich vor das Tor zu kommen. Duisburg kam nur bei den zunächst seltenen Kontergelegenheiten mal aus der eigenen Hälfte heraus. Die erste Torchance der Partie ließ bis zur 25. Minute auf sich warten. Dann bekam Dominik Kother einen Fuß an eine Flanke von Niklas Jessen und beförderte den Ball nur knapp über das Aachener Tor.

Aachener Doppelschlag durch Schroers und Loune

Als Duisburgs Ben Schlicke mit einer Grätsche Gaudino abräumte und Gelb sah, kam es zu einer Rudelbildung, in deren Folge Yarbrough und Lex-Tyger Lobinger ebenfalls verwarnt wurden. Lobinger fehlt damit im kommenden Spiel gegen Energie Cottbus.

Danach wurde wieder Fußball gespielt und die Alemannia ging mit ihrem ersten Torschuss in Führung. Einen Steilpass von Gaudino bekam Tobias Fleckstein gegen den aggressiv nachsetzenden Pierre Nadjombe nicht geklärt. Der Ball landete vor den Füßen von Schroers, der mit einem sehenswerten Schlenzer aus 20 Metern zum 1:0 für die Alemannia traf (32.). Und Aachen legte umgehend nach: Loune erhöhte nach starkem Zuspiel von Schroers aus zwölf Metern zum 2:0 (37.)

Der MSV brauchte ein paar Minuten, um sich vom doppelten Rückschlag zu erholen, kam kurz vor der Pause aber noch zweimal gefährlich vor das Aachener Tor. Lobinger verpasste beide Male nur knapp die Hereingaben seiner Mitspieler (44.). In der Nachspielzeit wurde ein Eigentor von Aachens Bagkalianis nicht gewertet, weil Kother den Abwehrspieler gefoult hatte (45.+3).

MSV kommt mit Tempo aus der Kabine

MSV-Coach Hirsch reagierte zur Pause und brachte mit Patrick Sussek einen Offensivspieler für Verteidiger Schlicke. Sussek hatte auch gleich die erste Gelegenheit, als er einen von Aachens Torhüter Fotis Pseftis weggefausteten Eckball per Direktabnahme auf die Tribüne jagte (47.). Kurz darauf kam Krüger im Strafraum zu einem Kopfball, konnte diesen aber nicht auf das Tor bringen (50.).

Die Alemannia hielt dem Anfangsdruck des MSV Stand und war wenig später wieder mindestens ebenbürtig. In der 58. Minute musste Yarbrough mit einer Oberschenkelverletzung raus und durch Faton Ademi ersetzt werden.

Die nächste Chance verbuchte Duisburg durch einen Schuss aus der Distanz von Can Coskun (59.). Hirsch ließ nichts unversucht und tauschte mit einem Dreifachwechsel seine Offensive aus. Es kamen Jan-Simon Symalla, Conor Noß und Thilo Töpken für Kother, Krüger und Lobinger (60.).

Duisburg verzweifelt am überragenden Pseftis

In der 63. Minute hatte Sussek den Duisburger Anschlusstreffer auf dem Fuß, scheiterte aber an Pseftis. Der Aachener Schlussmann war kurz danach auch bei einem Kopfball von Töpken zur Stelle (65.). Der MSV blieb spielbestimmend, wurde aber in einem insgesamt sehr zerfahrenen Spiel nur noch selten gefährlich. Stattdessen kam die Alemannia bei einem Konter zu einer Großchance durch Ademi. MSV-Keeper Maximilian Braune verhinderte mit einer starken Reaktion das 0:3 (77.).

Etwas überraschend kam Duisburg dann doch noch zurück ins Spiel. Bei einer Ecke wurde Bagkalianis vom kurz zuvor eingewechselten Aljaz Casar angeköpft und traf ins eigene Tor zum 1:2 (79.) für Duisburg. Dann schlug die große Stunde des Fotis Pseftis, der erst gegen Töpken und im Nachschuss gegen Sussek mit zwei überragenden Paraden den Ausgleichstreffer verhinderte (82.).

Aachen besiegt Duisburg und feiert dritten Sieg in Folge

NRW-Sport 24.04.2026 01:19 Min. Verfügbar bis 23.04.2028 WDR Online

Bitters Eigentor bringt die Entscheidung

Doch statt dem mittlerweile hochverdienten Ausgleichstreffer fiel auf der anderen Seite das 3:1. Bei einem Konter spielte Gindorf den Ball flach vor das Duisburger Tor, wo Bitter ihn mit einem missglückten Klärungsversuch ins eigene Tor grätschte (86.). Kurz darauf hatte der eingewechselte Omar Sillah das vierte Aachener Tor auf dem Fuß, scheiterte aber an Braune (88.).

Der MSV warf noch einmal alles nach vorne, kam aber auch in der siebenminütigen Nachspielzeit nicht mehr ins Spiel zurück.

Nächstes Topspiel für Duisburg

Für die Alemannia geht es nächste Woche Samstag (2. Mai, 14 Uhr) mit einem Heimspiel gegen Hansa Rostock weiter. Der MSV empfängt einen Tag später Cottbus (13.30 Uhr).

Unsere Quellen:

Sendung: WDR.de, "Aachen besiegt Duisburg und feiert dritten Sieg in Folge", 24.04.2026, 21:35 Uhr

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