Große Enttäuschung bei den Spielern von Rot-Weiss Essen nach dem verpassten Aufstieg

Niederlage in der Relegation Nach Drama in Fürth: Rot-Weiss Essen verpasst den Aufstieg

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Für Rot-Weiss Essen hat sich der Traum vom Aufstieg in die 2. Bundesliga nicht erfüllt. Nach dem 1:0-Erfolg im Hinspiel unterlag das Team von Trainer Uwe Koschinat im Rückspiel bei Greuther Fürth mit 0:2.

Ausschlaggebend war am Ende die Effizienz der Fürther und die vielen nicht verwerteten Chancen von RWE. Während in Fürth nach dem Abwenden des Super-GAU‘s Drittklassigkeit die Erleichterung groß war, sah man in den Gesichtern bei RWE nach dem Schlusspfiff kollektive Leere.

Große Leere bei RWE

NRW-Sport 27.05.2026 00:47 Min. Verfügbar bis 26.05.2028 WDR Online

Schon nach dem Hinspiel an der Hafenstraße hatte man sich bei Rot-Weiss Essen darüber geärgert, dass angesichts der Großchancen in der Schlussviertelstunde das 1:0 zu wenig wäre, um mit einer noch breiteren Brust nach Fürth zu reisen und dass man diesen vergebenen Chancen nachtrauern würde. Nach dem dramatischen Rückspiel wäre das Wort Nachtrauern wohl sogar noch untertrieben.

Essen startete mutig in die Partie und kreierte hochkarätige Tormöglichkeiten. Gianluca Swajkowski hatte in der 10. Minute die riesige Chance zur Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch durch einen zu schwachen Abschluß. Es war der Auftakt einer Reihe von vergebenen Gelegenheiten. Zudem wuchs Fürths Keeper Silas Prüfrock an diesem Abend schier über sich hinaus, der 21-Jährige zeigte starke Reflexe und war ein wichtiger Rückhalt seiner Mannschaft.

RWE vergibt reihenweise Chancen

In der 27. Minute verstolperte Ramien Safi eine aussichtsreiche Kontersituation. Nur wenig später ging Fürth durch Noel Futkeu in Führung. Essens Kaito Mizuta gelang der vermeintliche Ausgleichstreffer zum 1:1, der wegen einer vorhergehenden Abseitsstellung von Potocnik aber nicht zählte.

Die Serie setze sich auch in der zweiten Hälfte fort. Das Fürther Tor schien für RWE wie zugenagelt. In der 68. Minute wurde ein Tor von Potocnik nach VAR-Intervention zurückgenommen, der Slowene stand im Abseits.

Rot-Weiss Essens Trainer Uwe Koschinat ist enttäuscht über den verpassten Aufsteig

Rot-Weiss Essens Trainer Uwe Koschinat ist enttäuscht über den verpassten Aufstieg

Auch in der Schlussphase versuchte RWE noch einmal alles – und scheiterte. Abiama traf in der 81. Minute per Kopfball den linken Pfosten, der Ball landete im Rückraum bei Müsel, der ihn versuchte völlig frei aus fünf Metern per Kopf anzunehmen. Wieder konnte Fürths junger Keeper Prüfrock auf der Linie klären. Nur zwei Minuten später vergab Janssen eine weitere Chance. In der 89. Minute schoss Mizuta dann frei vor dem Fürther Tor stehend daneben.

Koschinat: "Es tut sehr weh"

Die Enttäuschung war riesengroß nach der Partie. "Es tut sehr weh, dass wir in diesen zwei Mal 90 Minuten nur in der Lage waren, ein Tor zu schießen", so Essens Trainer Koschinat, der den verpassten Chancen nachtrauerte, zugleich aber seine Mannschaft lobte. "Es ist ein gesunde Mischung aus Enttäuschung und Stolz. Ich glaube, dass wir in zwei Spielen mehr als auf Augenhöhe waren, dass wir uns eine sehr hohe Zahl an Möglichkeiten gegen einen Zweitligisten herausgespielt haben."

Es ist anzunehmen, dass der VAR kein Freund mehr von Uwe Koschinat wird. Schon in den letzten Wochen der Drittligasaison, in der kein Video-Assistent zum Einsatz kommt, wurde vom Verein moniert, dass zu viele Entscheidungen gegen den Verein getroffen worden wären. Jetzt kam der VAR zum Einsatz und kostete RWE einen Treffer. "Ich habe immer gesagt, der VAR hat im Fußball nichts zu suchen. Viele finden es gerechter, in dem Fall ist es das natürlich, denn auch wenn es nur ein paar Zentimeter sind, dann ist es eben Abseits."

Pure Enttäuschung bei Essens Jannik Hofmann nach dem verpassten Aufstieg

Pure Enttäuschung bei Essens Jannik Hofmann nach dem verpassten Aufstieg

Es war ein Abend, den man in Essen so schnell nicht vergessen wird. Zu oft hatten die Essener den Torjubel auf den Lippen, nur um sich Sekunden später fassungslos an den Kopf zu fassen. "Ich glaube, es kann keiner davon reden, dass es ein verdienter Verbleib in der 2. Liga ist. Aber Fürth hat eine sehr gute Rückrunde gespielt, sie haben uns alles abverlangt hat und haben ein bisschen mehr Glück gehabt und waren in den entscheidenden Momenten eben da", so das Urteil des Essener Trainers.

Das Spiel war ein Spiegelbild der ganzen Saison, befand Koschinat. "Ein Auf und Ab. Wir haben wieder gezeigt, wir lassen das Herz auf dem Platz. RWE hat Eindruck in Deutschland hinterlassen. Das bleibt irgendwann, wenn der Schmerz vorbei ist."

Für RWE gilt es nun, schnell die Wunden zu lecken und erneut in der 3. Liga anzugreifen, in der in der kommenden Saison acht der 20 Clubs aus dem Westen kommen. Bei RWE wünscht man sich, dass der Aufstieg nur verschoben ist, die Saison hat gezeigt, dass mit Essen durchaus wieder zu rechnen ist.

Unsere Quellen:

  • Interview der Sportschau mit Uwe Koschinat
  • Spiel Greuther Fürth - RW Essen
  • Sportschau-Ergebnisseite
  • Vereinswebseite Rot-Weiss Essen

Sendung: WDR.de, "Nach Drama in Fürth: Rot-Weiss Essen verpasst den Aufstieg", 27.05.2026 13.30 Uhr

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